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Kaum noch Spaß an der Arbeit? Manchmal lässt sich mit kleinen Veränderungen die Motivation erhöhen.

So bekämpfen Sie ihren Frust

Die größten Motivations-Killer im Job

Berlin – Der beste Job, der tollste Partner, die schönste Wohnung – für viele muss das Leben ein einziger Superlativ sein. Das sorgt schnell für Frust. Doch gerade im Job lässt sich so mancher Motivationskiller bekämpfen.

Mangelnde Anerkennung

Nicht gemeckert ist genug gelobt, nach diesem Grundsatz handeln immer noch viele Führungskräfte. In der Folge haben viele das Gefühl, dass niemand ihre Leistung würdigt. Doch Anerkennung vom Arbeitgeber lasse sich nicht einfordern, sagt Diplompsychologe Tom Diesbrock. Statt dem Lob vom Chef hinterherzulaufen, ist es zufriedenstellender, selbst die eigenen Leistungen anzuerkennen. Der Motivationstrainer Rolf Schmiel rät zu einem Kunstgriff, wenn ein Projekt gut gelaufen ist, das Lob aber ausbleibt. „Man kann sich die eigenen Erfolge vor Augen führen, indem man nach einem erfolgreichen Projekt ein Foto mit den Partnern macht.“

Zu viel Ablenkung

Mails, Anrufe und plaudernde Kollegen, da wächst einem die Arbeit schnell über den Kopf. Um in dem Chaos konzentriert zu arbeiten, hilft es nur, sich immer wieder kurz zurückzuziehen. „Eine Zeit lang keine Mails lesen, das Telefon umleiten und, wenn möglich, die Tür schließen“, rät Diesbrock. Wer in einem Großraumbüro arbeitet, kann versuchen, in einen unbesetzten Konferenzraum auszuweichen.

Unordentlicher Schreibtisch

Es mag Menschen geben, die das Chaos brauchen, um zu Hochtouren aufzulaufen. Sie sind aber die Ausnahme. In der Regel lenkt ein zu voller Arbeitsplatz ab. „Unerledigte Arbeit auf dem Schreibtisch in Form einer überquellenden Ablage versetzt uns in Stress“, so Diesbrock. Jede Aufgabe, die Mitarbeiter abhaken können, und jeder Stapel, der verschwindet, sei motivierend. Beschäftigte sollten versuchen, auf ihrem Arbeitstisch Ordnung zu halten.

Zu viele Projekte

„Multitasking ist ein Mythos“, meint Diesbrock. Daher sei eine klare Ziel- und Prioritätensetzung wichtig. „Dazu gehört auch der Mut, dem Chef zu sagen, dass man das neue Projekt nicht annehmen kann, wenn das alte noch nicht abgeschlossen ist“, ergänzt Psychologe Schmiel. Wer das nicht schaffe, habe im schlechtesten Fall am Ende einen unzufriedenen Chef und sei selbst auch unzufrieden. Um den Überblick zu behalten, ist es wichtig, sich einen klaren Zeitplan und eine To-do-Liste zu machen. Die sollte allerdings realistisch sein. Ist die Liste jede Woche nur zur Hälfte abgearbeitet, entwickelt sie sich im schlimmsten Fall selbst zu einem Motivationskiller.

Britta Schmeis

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