Große Unterschiede bei Professoren-Gehältern

Berlin - Die Professoren erhalten je nach Bundesland unterschiedliche Grundgehälter. Wo die Hochschullehrer am meisten verdienen:

Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten aktuellen Übersicht des Deutschen Hochschulverbandes hervor. Die Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern können sich auf bis zu 639 Euro monatlich summieren.

Das Bundesverfassungsgericht will Mitte Februar über die Angemessenheit der Professoren-Gehälter entscheiden. Geklagt hatte ein Marburger Hochschullehrer. Seit der umstrittenen Föderalismusreform von 2006 können die Länder Besoldungsanpassungen bei den Grundgehältern selbstständig vornehmen.

Baden-Württemberg zahlt am meisten

In der höchsten Besoldungsstufe W3 beziehen laut der Übersicht in der Verbandszeitschrift “Forschung & Lehre“ Professoren in Baden-Württemberg 5529 Euro pro Monat. Es folgen Hochschullehrer in Bayern mit 5367 Euro und in Hamburg mit 5317 Euro. Berlin zahlt ihnen dagegen nur 4890 Euro, Hessen 5147 Euro und Bremen 5164 Euro. Im Einzelfall können die Grundgehälter durch leistungsbezogene Zuschläge erhöht werden, ohne dass dazu allerdings ein Rechtsanspruch besteht.

Auch bei der Besoldungsgruppe W2 führt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich mit einem Monatsgrundgehalt von 4579 Euro vor Bayern mit 4501 Euro und Rheinland-Pfalz mit 4416 Euro. Berlin rangiert dagegen mit 4027 Euro auch hier auf dem letzten Platz. Hessen liegt hier mit 4239 Euro auf dem vorletzten und Bremen mit 4256 Euro auf dem drittletzten Platz.

Bei der Grundvergütung von Juniorprofessoren ergibt sich das gleiche Bild. Baden-Württemberg bietet W1-Professoren bis zu 3924 Euro, Bayern 3889 Euro und Rheinland-Pfalz 3871 Euro. Berlin wartet dagegen mit 3526 Euro, Hessen mit 3711 Euro und Bremen mit 3728 Euro auf. Allein Baden-Württemberg schreibt Universitätsprofessuren ausschließlich als W3-Professuren aus.

Der Deutsche Hochschulverband ist die Berufsorganisation der Universitätsprofessoren.

dpa

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