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Viele Arbeitnehmer wünschen sich, teilweise von zuhause aus zu arbeiten.

Blickpunkt Arbeitsrecht

Muss der Chef Homeoffice erlauben?

München - Arbeitnehmer sind bei flexiblen Arbeitszeitmodellen in der Regel auf das Einverständnis ihres Chefs angewiesen. Einen gesetzlichen Anspruch haben sie nicht.

Das erklärt die Fachanwältin für Arbeitsrecht Nathalie Oberthür.

Etwas anderes gilt nur, wenn eine entsprechende Regelung in einer Betriebsvereinbarung festgeschrieben ist. „Darin ist jedoch meist keine Verpflichtung des Arbeitgebers enthalten.“ Vielmehr sei häufig nur festgelegt, dass es für Mitarbeiter grundsätzlich die Möglichkeit gibt, im Homeoffice zu arbeiten oder sich in einem Job-Sharing-Modell mit einem Kollegen eine Stelle zu teilen. Der Chef muss aber im konkreten Fall immer noch zustimmen.

Selbst wenn bereits ein Kollege in der Abteilung von zu Hause aus arbeiten darf, muss der Chef dies anderen Mitarbeitern nicht erlauben. „Es gibt in dem Fall keinen Anspruch auf Gleichbehandlung“, so Oberthür. Das wäre nur der Fall, wenn alle Mitarbeiter einer Abteilung im Homeoffice arbeiten und der Vorgesetzte es einem einzigen Angestellten verweigert.

dpa

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