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Credit Points und Spaß zugleich: Wer seine Schlüsselqualifikationen klug wählt, jsammelt auch Pluspunkte für spätere Bewerbungen.

Kurse an der Uni: Schlüsselqualifikationen klug wählen

Mindestens ein oder zwei Schlüsselqualifikationen müssen Studenten im Laufe ihres Studiums belegen. Was viele nervig finden, ist eigentlich ein Geschenk. Später im Beruf müssen Absolventen für solche Kurse viel Geld bezahlen. Wie das richtige Seminar finden?

Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Empathie: Solche Schlüsselqualifikationen (SQ) spielen im Berufsleben eine wichtige Rolle. Damit die Soft Skills während des Studiums trainiert werden, sind Kurse zu ihnen in viele Bachelorstudiengänge integriert.

Für die Teilnahme gibt es Credit Points und manchmal auch Pluspunkte bei der Bewerbung. Damit die Schlüsselqualifikationen beim Berufseinstieg helfen, sollte die Auswahl jedoch gut überlegt sein.

"Für eine Stelle gibt es manchmal Hunderte Bewerber - da brauchen Studenten mehr als gute Noten", sagt Thomas Belker, Vize-Präsident des Bundesverbands der Personalmanager in Hannover. Fachwissen allein reicht oft nicht aus. Soft Skills seien fast genauso wichtig. Das Ziel während des Studiums sollte sein, sich so breit wie möglich aufzustellen.

"Wer sich für eine Position im Vertrieb interessiert, punktet bei Entscheidern mit Kommunikationsfähigkeit und einer überzeugenden Selbstdarstellung", erklärt der Personaler. Kulturwissenschaftler machen Eindruck, wenn sie Kenntnisse im Projektmanagement haben. Wer zeigt, dass er vielfältig ist und universell einsetzbar, habe bessere Chancen auf einen Job. Fächerübergreifend sei es eine gute Idee, Schlüsselqualifikationen zu belegen, die zum Verhandlungsgeschick beitragen oder bei der Selbstvermarktung von Vorteil sind.

In schwierigen beruflichen Situationen komme es oft nicht auf Fachwissen an, sondern es spiele auch die Persönlichkeit eine Rolle, erklärt Belker. Außerdem gehen Berufsbilder immer stärker ineinander über. Schlüsselqualifikation machen deshalb einen großen Teil des Erfolgs aus, weil man mit ihnen für unterschiedliche Anforderungen im Job gewappnet ist.

Viele Firmen möchten einen Allrounder. "Zusätzliche Kompetenzen, egal welche, sind immer ein Vorteil", ergänzt Krischan Brandl vom Career Service der Universität Würzburg. Da die Angebote der Hochschulen kostenlos sind, empfiehlt Brandl jedem Studenten, so viele davon zu nutzen wie möglich. Private Anbieter verlangten für solche Weiterbildungen nicht selten mehrere Tausend Euro.

Es sei wichtig, dass Studenten nicht nur Schlüsselqualifikationen aussuchen, die sich in der Vita gut anhören, wie zum Beispiel Unternehmensführung und Personalmanagement. "Es sollten vor allem Seminare sein, die eng an die angestrebte Position geknüpft sind", rät Hanne Bergen von der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung in Hamburg. Sie empfiehlt, die Stellenanzeigen, die für Studenten von Interesse sind, auf Soft Skills zu lesen und dementsprechend die Kurse zu wählen.

Neben Schulungen zur Schärfung der sozialen Kompetenzen gibt es auch Seminare, die Inhalte aus anderen Fächern vermitteln. "Studenten, die nicht wissen, auf welche Stelle sie sich einmal bewerben wollen, sind hier richtig", sagt Bergen. Das können zum Beispiel Grundkenntnisse in Betriebswirtschaftslehre sein. Mit den Kursen zeigen sie, dass sie über den Tellerrand ihres Studiengangs hinausschauen und Interesse an anderen Themengebieten haben.

Thomas Belker sieht das genauso: "Man weiß nie, wohin einen die Karriere hinführt und welche Tätigkeiten man einmal ausüben muss - da ist es von Vorteil, breit aufgestellt zu sein." Außerdem bereiten Soft Skills einen auf unvorhersehbare Situationen im Job vor.

Das gilt zum Beispiel für Absolventen technischer Berufe. "Sie brauchen nicht mehr nur ein ausgereiftes fachliches Wissen, sondern Empathie und Kommunikationsfähigkeit", erklärt der Personaler. Viele seien inzwischen deutlich stärker als früher im Kundenkontakt. Soft-Skill-Seminare helfen dabei, solche Kompetenzen zu entwickeln oder zu verbessern.

Im Lebenslauf sollten Bewerber die besuchten Kurse nennen. "Das schärft das Profil, und Personaler haben die Möglichkeit, im Vorstellungsgespräch auf die Skills einzugehen", erzählt Belker. Bewerber müssten dann überzeugend erklären, wie sie welche Kernkompetenz trainiert haben. Die Kurse können das belegen.

dpa

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