+

Unternehmen finden nicht genügend Experten

Eine VDE-Studie belegt: Wer sich für Elektrotechnik entscheidet und ein Studium beginnt hat gute Zukunftsaussichen auf einen Job. Das Gerangel um die Experten wird immer intensiver.

„Der Wettlauf um die besten Experten wird internationaler und härter“, sagen über 80 Prozent der Technologieunternehmen im VDE. Mehr als die Hälfte glaubt, ihren Bedarf an Elektroingenieuren in den nächsten Jahren nicht decken zu können. 60 Prozent der Unternehmen wollen künftig mehr Elektroingenieure einstellen. 40 Prozent halten an ihrer Zahl fest. Besonders hart trifft der Ingenieurmangel den Mittelstand. Hier erwarten 70 Prozent, dass ihnen Nachwuchskräfte fehlen werden, so die Ergebnisse des aktuellen VDE-Trendreports zu Märkte und Nachwuchs in der Elektrotechnik, einer Umfrage unter Unternehmen, Hochschulen und Elektroingenieuren.

Weniger als zehn Bewerbungen bis zum Vertrag

„Gewinner“ dieser Situation sind die Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik. Sie verfügen über beste Berufsaussichten. Vier von fünf Berufseinsteigern benötigen weniger als zehn Bewerbungen und maximal drei Vorstellungsgespräche, um eine Stelle zu bekommen. Trotz bester Karrierechancen entscheiden sich aber viel zu wenige Schüler für ein technisches Studium. Der Ingenieursberuf scheint mit Vorurteilen belastet, gilt als zu aufwändig. „Dabei können wir heute unseren Beruf mehr mitgestalten als je zuvor. Nützliche Dinge zu erfinden macht nicht nur Spaß – was wir tun, hat auch einen Nutzen für die Gesellschaft, und das ist ein schönes Gefühl“, findet Janette Kothe, Studentin der Mechatronik im siebten Semester an der TU Dresden. „Ingenieure sind zu oft die stillen Helden, die müssten sich viel besser verkaufen“, fordert die 23-Jährige, die Vorsitzende des VDE YoungNet ist.

Studenten kämpfen gegen das Klischee des stillen Ingenieurs an

Im VDE YoungNet organisieren sich bundesweit 8000 angehende Elektroingenieure. Sie gehen an Schulen und rühren die Werbetrommel für ihren zukünftigen Beruf und zeigen, dass das Klischee des vor sich hintüftelnden Ingenieurs im stillen Kämmerlein überholt ist. „Es gibt leider nicht so viele gute Vorbilder für junge Ingenieure“, kritisiert Janette die gängigen Vorurteile. „Dabei tragen Ingenieure so viel Verantwortung. Angus MacGyver ist der Prototyp des abenteuerlichen, coolen Ingenieurs – davon müsste es mehr geben.“ Mehr zum VDE YoungNet unter www.vde.com. (akz)

Auch interessant

Gustav Klimt: Vier Teelichtgläser mit Künstlermotiven im Set

Gustav Klimt: Vier Teelichtgläser mit Künstlermotiven im Set

Gustav Klimt: Vier Teelichtgläser mit Künstlermotiven im Set
Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel
Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat
Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See

Meistgelesene Artikel

Unter Umständen teurer: Studium in Großbritannien

Ein Auslandssemester in Großbritannien: Viele Studenten aus Deutschland zieht es während ihres Studiums auf die Insel. Doch das könnte nach dem Brexit außerhalb des …
Unter Umständen teurer: Studium in Großbritannien

Neue Masterstudiengänge: Drei Unis mit neuen Fachbereichen

Berlin, Darmstadt und Bayreuth haben an ihren Universitäten und Hochschulen nachgerüstet. Neue interessante Masterstudiengänge werden angeboten, für die sich Absolventen …
Neue Masterstudiengänge: Drei Unis mit neuen Fachbereichen

Wenn der Urlaub zu Ende ist: Entspannt in den Job starten

Endlich Urlaub. Und dann ist es auch noch so schön, dass dies am liebsten bis zum letzten Tag ausgekostet wird, ehe einen der Berufsalltag wieder einholt. Damit der …
Wenn der Urlaub zu Ende ist: Entspannt in den Job starten

Revolution bei Bewerbungen: Siemens als Vorreiter?

Welchen Bewerber nimmt eine Firma für eine offene Stelle? Natürlich den besten, könnte man meinen. Doch Personalverantwortliche könnten sich bei ihrer Entscheidung in …
Revolution bei Bewerbungen: Siemens als Vorreiter?

Kommentare