Ein Gas-Wasser-Installateur bereitet sich mit einer Gasschweißarbeit auf seine Meisterprüfung vor. Foto: Waltraud Grubitzsch
+
Ein Gas-Wasser-Installateur bereitet sich mit einer Gasschweißarbeit auf seine Meisterprüfung vor. Foto: Waltraud Grubitzsch

Meister-BAföG: Mehr Geld für angehende Meister

Seltene Einmütigkeit im Bundestag: 20 Jahre nach Einführung des Meister-BAföG wird das Förderinstrument reformiert. Wer sich beruflich weiterbildet, darf künftig mit mehr Geld vom Staat rechnen.

Berlin (dpa) - Angehende Handwerksmeister und Fachkräfte sollen mehr Geld vom Staat bekommen. Mit großer Mehrheit beschloss der Bundestag deutliche Verbesserungen beim Meister-BAföG. So steigen unter anderem die Förderbeiträge für den Lebensunterhalt und die Lehrgangskosten.

Auch Zuschläge für die Kinderbetreuung sowie der sogenannte Erfolgsbonus werden höher angesetzt. Wurden bei einer erfolgreichen Prüfung bisher 25 Prozent des Darlehens für Prüfungs- und Lehrgangsgebühren erlassen, sollen es künftig 40 Prozent sein. Zudem wird die Förderung für Studienabbrecher und Bachelor-Absolventen geöffnet.

Damit werde das erfolgreichste und wichtigste Förderinstrument in der beruflichen Bildung noch einmal gestärkt und verbessert, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Mit dem 1996 eingeführten Meister-BAföG unterstützt der Staat die berufliche Weiterbildung zur Fachkraft und zum Handwerksmeister. Die jetzt vom Bundestag beschlossene Novelle bedarf allerdings noch der Zustimmung des Bundesrats.

Im Bundestag votierten neben Union und SPD auch die Grünen für die Reform, die Linke enthielt sich der Stimme. Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Rosemarie Hein, erklärte, die finanziellen Verbesserungen seien überfällig, angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten aber nicht ausreichend. Zudem bemängelte sie die unterschiedliche Behandlung von geförderten Studenten und den Beziehern von Meister-BAföG.

Auch für Beate Walter-Rosenheimer von den Grünen ist die Novelle "nicht der ganz große Wurf". Sie vermisst unter anderem Anreize für die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen und die vollständige Gleichbehandlung von akademischer und beruflicher Bildung. Wanka versicherte hingegen, mit der Reform werde das Meister-BAföG zu einem "echten Aufstiegs-BAföG": familienfreundlich, attraktiv und fit für zukünftige Herausforderungen.

Mehr zum Thema

Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See

Fischkochbuch vom Starnberger See
Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland

Fischkochbuch vom Oberland
Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat

Krickerl-Messer aus echtem Rehgeweih - Unikat
Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Peiting backt - Süßes aus dem Pfaffenwinkel

Meistgelesene Artikel

Ab 13 Jahren: Ferienjob für Jugendliche

Das Taschengeld aufbessern: Ihren ersten Ferienjob dürfen Jugendliche bereits mit 13 Jahren antreten - allerdings zu bestimmten Bedingungen. Was für ältere Jugendliche …
Ab 13 Jahren: Ferienjob für Jugendliche

Arbeitsrecht: Abfindungen nach Schnelligkeit vergeben

Baut eine Firma Stellen ab, locken zum Teil große Abfindungen. Und wer sich zu spät meldet, kann leer ausgehen. Dagegen klagte zuletzt ein Mitarbeiter, der für eine …
Arbeitsrecht: Abfindungen nach Schnelligkeit vergeben

Ausbildung in Teilzeit: Arbeitsagenturen vermitteln

Wer als Teenager Nachwuchs bekommt, kann eine Ausbildung in Vollzeit oft nur schwer absolvieren. Kind und Job unter einen Hut zu bringen, ist häufig zu viel. Doch es …
Ausbildung in Teilzeit: Arbeitsagenturen vermitteln

Handy-Check und Arztbesuch: Was am Arbeitsplatz erlaubt ist

Es dauert oft nur kurz: Während der Arbeitszeit soziale Netzwerke checken oder private SMS senden. Oft ist es zum Spaß, manchmal gibt es zu Hause aber auch einen …
Handy-Check und Arztbesuch: Was am Arbeitsplatz erlaubt ist

Kommentare