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Wo wohnen? Studenten haben es in vielen deutschen Unistädten schwer, eine günstige Bleibe zu finden.

Großer Mietpreis-Check

Deutsche Unistädte: Wo Studenten am günstigsten wohnen

Das Wintersemester steht vor der Tür und viele Studienanfänger vor der Entscheidung: alleine wohnen oder in einer WG? Eine neue Studie zeigt, in welchen Unistädten das Wohnen günstiger ist. München schneidet nicht gut ab.

In fast allen Unistädten lohnt sich der Einzug in die WG, denn die Mietpreise für WG-taugliche Wohnungen liegen meist deutlich unter denen für Single-Buden. Das zeigt der Mietpreis-Check von immowelt.de.

Größtes Sparpotenzial in Karlsruhe, Trier, Gießen

Besonders in mittelgroßen Städten mit vielen Studenten lässt sich beim Einzug in eine WG ordentlich sparen: Wer sich in Karlsruhe den Traum von der eigenen Wohnung erfüllen möchte, zahlt für eine bis zu 40 Quadratmeter große Wohnung im Mittel 13,00 Euro pro Quadratmeter. Studenten, die sich für eine WG entscheiden, zahlen für WG-taugliche Wohnungen (80 bis 120 Quadratmeter) 8,80 Euro - eine Ersparnis von 32 Prozent! Auch in Trier schont das WG-Leben den Geldbeutel deutlich. Während die Angebotspreise in Single-Wohnungen bei 10,10 Euro pro Quadratmeter liegen, zahlen WG-Bewohnern mit 7,10 Euro immerhin 30 Prozent weniger.

"Single-Wohnungen oft so rar wie begehrt"

Start des Wintersemesters: In den Hörsälen wird es wieder voll.

Zu den Unistädten mit großem Sparpotenzial für WGs zählen auch Gießen, Paderborn und Erlangen (je 29 Prozent). Dass die Mieten für Single-Apartments meist deutlich teurer sind als die für größere Wohnung, liegt am geringen Angebot. "Single-Apartments sind in vielen Studentenstädten oft genauso rar wie begehrt. Die Nachfrage liegt häufig deutlich über dem Angebot. Das treibt die Preise nach oben", erläutert Immowelt-Vorstand Carsten Schlabritz. In der WG hingegen wohnen Studenten nicht nur günstiger, weil sie sich die Miete für Gemeinschaftsräume wie Küche und Bad mit anderen teilen. Sie sparen häufig auch durch die niedrigeren Quadratmeterpreise für große Wohnungen.

Im Ruhrpott und im Osten gibt's die günstigsten Buden 

Das Ruhrgebiet ist mitten im Strukturwandel vom Kohleabbaugebiet zum modernen High-Tech-Standort. Trotzdem ist der Wohnungsmarkt in etlichen Unistädten von Nordrhein-Westfalen noch relativ entspannt. Davon profitieren Studenten, die gerne allein leben möchten. Wer etwa in Duisburg in eine Single-Bude zieht, zahlt nur 6,00 Euro pro Quadratmeter, in Bochum sind es 6,50 Euro und in Dortmund 6,80 Euro. Auch Leipzig und Halle sind für Studenten relativ günstige Wohnorte. Die hohe Zahl unsanierter Altbauten sorgt in beiden Städten für moderate Preise. So ist in Leipzig die Ersparnis als WG-Bewohner im Vergleich zum Leben in der eigenen Bude gemessen am Quadratmeterpreis auch recht gering (11 Prozent), in Jena gibt es gar keinen Unterschied.

München weiter teuerste Unistadt

Die Top 5 der teuersten Unistädte Deutschlands bietet kaum Überraschungen: Spitzenreiter bei den Mietpreisen für Single-Apartments ist weiterhin München mit 17,80 Euro pro Quadratmeter.

1. München (17,80 Euro)

2. Stuttgart (14,10 Euro)

3. Frankfurt am Main (13,60 Euro)

4. Karlsruhe (13,00 Euro)

5. Freiburg (12,70 Euro)

Deutlich günstiger als München kommt man in Regensburg und Würzburg weg. In der fränkischen Unistadt spart man als WG-Bewohner (8,50 Euro/Quadratmeter) kaum mehr Geld als in den eigenen vier Wänden. 9,40 Euro/Quadratmeter).

Für die Auswertung wurden die Mietpreise der deutschen Universitätsstädte mit mehr als 20.000 Studierenden untersucht. Verglichen wurden die Mieten von Single-Wohnungen mit bis zu 40 Quadratmetern Wohnfläche und WG-Wohnungen mit einer Fläche von 80 bis 120 Quadratmetern.

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