Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte auf jeden Fall mit den Arbeitsagenturen im Gespräch bleiben. Dort sind schon die ersten freien Lehrstellen für 2015 gemeldet. Foto: Markus Scholz
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Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte auf jeden Fall mit den Arbeitsagenturen im Gespräch bleiben. Dort sind schon die ersten freien Lehrstellen für 2015 gemeldet. Foto: Markus Scholz

Noch ohne Ausbildungsplatz: Welche Möglichkeiten nun bleiben

Nürnberg - Ende des Jahres haben Schulabgänger häufig die ersten Monate ihrer Ausbildung schon hinter sich. Eine Minderheit sucht jedoch immer noch. Ihnen bleiben wenige Alternativen. Was zählt, ist nun aktiv zu bleiben.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen - und immer noch gibt es Jugendliche, die keine Lehrstelle bekommen haben. Bis Ende Dezember laufen noch Nachvermittlungsaktionen der Arbeitsagenturen, sagte Paul Ebsen von der Bundesarbeitsagentur im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Wer bislang ohne Ausbildungsplatz dasteht, sollte unbedingt daran teilnehmen. Danach seien die Möglichkeiten begrenzt. Trotzdem sei es auch dann wichtig, aktiv zu sein und die Zeit bis zum nächsten Ausbildungsstart sinnvoll zu füllen. "Dann können Jugendliche bei Bewerbungsgesprächen im nächsten Jahr sagen: "Schauen Sie, ich habe etwas gemacht"."

Mitte November waren bei der Bundesarbeitsagentur 26 287 Jugendliche registriert, die sich einen Ausbildungsplatz wünschen und bisher auch noch ohne Alternative sind. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist es eine leichte Verbesserung, es sind 2,9 Prozent weniger.

Eine Alternative bis zum Start des neuen Ausbildungsjahres sind berufsvorbereitende Maßnahmen, erläuterte Ebsen. Das sind Förderungsangebote der Arbeitsagenturen, die auf eine Eingliederung in die Ausbildung vorbereiten. Dafür sollten Jugendliche Kontakt zur Arbeitsagentur oder zum Jobcenter suchen.

Eine andere Möglichkeit ist, sich um ein Praktikum in einem potenziellen Ausbildungsbetrieb zu bemühen. Hier sei es gut, wenn Jugendliche auch über Alternativen zum Wunschberuf nachdenken, erklärte Ebsen. Eventuell ist es in den Alternativberufen einfacher, eine Lehrstelle zu bekommen.

Gut sei schließlich, wenn Ausbildungsplatzsuchende beginnen, sich um eine Lehrstelle im kommenden Jahr zu bemühen. Bei den Arbeitsagenturen seien bereits freie Lehrstellen für 2015 gemeldet. Ist hier etwas Interessantes dabei, könnten sich Jugendliche bei der ausschreibenden Firma zum Beispiel für ein Praktikum vorstellen. So können sie und der Arbeitgeber sehen, ob sie zueinander passen.

dpa/tmn

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