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Ob im Hörsaal oder in der Ausbildungsstelle: Die Zahl der 18- bis 24-Jährigen, die weder eine Lehre noch Abitur machen, schrumpft.  

Neue Statistik für 18- bis 24-Jährige

Immer weniger junge Leute ohne Abi oder Ausbildung

Wiesbaden - Immer weniger junge Deutsche haben weder eine Ausbildung noch Abitur. Der Trend verhindert das Abrutschen in die Arbeitslosigkeit, wie die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen.

Wie das statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, schrumpft die besonders von Arbeitslosigkeit bedrohte Gruppe junger Leute ohne Abitur und Ausbildung weiter. Der Statistik zufolge hatte gut jeder zehnte junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren 2012 weder einen Beruf erlernt noch die Studienberechtigung erworben noch eine Aus- oder Weiterbildung begonnen. Zu Beginn der Erhebung in Deutschland 1999 hatte der Anteil dieser sogenannten frühen Schulabgänger noch bei 14,9 Prozent gelegen.

Deutschlandweit konnte 2012 das EU-Ziel fast erreicht werden. Danach soll der Anteil dieser als Risikogruppe eingestuften jungen Leute mit geringen Qualifikationen bis 2020 weniger als zehn Prozent ausmachen. Der EU-Durchschnitt betrug 2012 rund 13,5 Prozent.

Zwischen den Bundesländern gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen und Thüringen erfüllten 2012 mit weniger als zehn Prozent bereits das angestrebte EU-Ziel. Bremen, Berlin, das Saarland und Nordrhein-Westfalen waren dagegen mit einem Anteil von 12,8 bis 13,3 Prozent davon noch deutlich entfernt.

Die steigenden Zahlen der jungen, gut ausgebildeten Menschen rechnen sich: Mehr als jeder zweite (56 Prozent) der 18- bist 24-Jährigen ohne Abi oder Ausbildung, war arbeitslos.

dpa

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