Angebote zur Weiterbildung gibt es viele, doch die Qualitätsunterschiede sind groß. Entscheidend ist, wer einen Kurs leitet und ob ein Zertifikat vergeben wird. Foto: Jens Kalaene
+
Angebote zur Weiterbildung gibt es viele, doch die Qualitätsunterschiede sind groß. Entscheidend ist, wer einen Kurs leitet und ob ein Zertifikat vergeben wird.

Teuer muss nicht gut sein: Eine Weiterbildung finden

Hannover - Wer sich zu einer längeren Weiterbildung aufrafft, will vor allem eins: ein gutes Angebot, damit sich die investierte Zeit lohnt. Doch wie unter den vielen Angeboten das richtige finden? Annette Werhahn von der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung in Niedersachsen gibt Auskunft.

Pädagogische Leitung befragen: Wer ist der Dozent? Was für eine Ausbildung hat er gemacht? Werhahn empfiehlt, den pädagogischen Leiter des Weiterbildungsanbieters zum Dozenten zu interviewen. Was sind seine Schwerpunkte, welche Erfahrung hat er? Warum wurde er als Lehrer ausgesucht? Die Qualität der Weiterbildung hängt wesentlich vom Know-how des Dozenten ab.

Probestunde machen: Absolvieren Berufstätige vorab eine Probestunde, merken sie schnell, ob ihnen die Art des Dozenten liegt und wie das Lernniveau der Gruppe ist. Außerdem können sie so den Raum ausprobieren, und sie stellen fest, wie oft sie etwa in einem Sprachkurs selbst zu Wort kommen und sich ausprobieren können. Wer einen Computerkurs macht, kann auf diesem Weg den Arbeitsplatz testen.

Auf den Abschluss achten: Inzwischen stellt jeder noch so kleine Weiterbildungsanbieter ein eigenes Zertifikat aus. Das klingt erst einmal gut. Doch im Zweifel ist es auf dem Arbeitsmarkt nur wenig Wert, weil es kaum ein Arbeitgeber kennt. Berufstätige sollten deshalb darauf achten, dass sie mit einem renommierten Zertifikat abschließen. Gut ist zum Beispiel, wenn der Abschluss von der  Industrie- und Handelskammer anerkannt ist oder bereits eine erste Netzrecherche ergibt, dass das Zertifikat weit verbreitet ist.

Preisunabhängig denken: Eine gute Weiterbildung muss nicht unbedingt teuer sein. Angebote der Volkshochschulen können häufig mit denen privater Anbieter konkurrieren, kosten aber nicht selten nur einen Bruchteil des Preises. Zum Teil unterrichtet der gleiche Dozent bei einem privaten Anbieter und bei einer Volkshochschule. Das teuerste Angebot muss deshalb nicht unbedingt das Beste sein.

Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wie US-Konzerne ausgeschlafene Mitarbeiter belohnen

Mehr Schlaf, bessere Performance im Job: Für manche US-Unternehmen ist der Zusammenhang so klar, dass sie ihre Mitarbeiter dazu bringen wollen, mehr zu schlafen.
Wie US-Konzerne ausgeschlafene Mitarbeiter belohnen

Steuervorteile ausnutzen: Tipps für Azubis und Studierende

Nicht nur Berufstätige sollten eine Steuererklärung einreichen. Das gilt ebenso für Studierende und Auszubildende. Auch sie können unter Umständen einige Vorteile nutzen.
Steuervorteile ausnutzen: Tipps für Azubis und Studierende

Einstecken von Büromaterial: Das kann zur Kündigung führen

Schnell landet der Kugelschreiber am Arbeitsplatz in der eigenen Tasche. Aber ist das eigentlich erlaubt? Nein, sagt der Gesetzgeber. Die Konsequenzen sind ganz …
Einstecken von Büromaterial: Das kann zur Kündigung führen

Ausbildungsreport: Gleiche Lehrberufe bleiben beliebt

In Deutschland gibt es mehr als 350 Ausbildungsberufe, doch ein Großteil der Bewerber konzentriert sich auf eine enge Auswahl. Da bleibt manche Berufsperle mit guten …
Ausbildungsreport: Gleiche Lehrberufe bleiben beliebt

Kommentare