Viele Absolventen sind der Meinung, gleich nach Abschluss des Studiums mit deren Karriere beginnen zu können. Ein Irrtum.
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Viele Absolventen sind der Meinung, gleich nach Abschluss des Studiums mit deren Karriere beginnen zu können. Ein Irrtum.

Endlich arbeiten!

Die Top 4 der Irrtümer bei Berufsanfängern

Endlich fertig mit der Schule oder dem Studium. Jetzt kann es endlich losgehen mit dem Geld verdienen. Das denken zumindest die meisten nachdem sie ihren Abschluss in Sack und Pack haben. Ein Irrtum.

Viele Absolventen sind der Meinung, gleich nach Abschluss des Studiums mit deren Karriere beginnen zu können. Doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum: Denn in den Berufsalltag zu starten, gestaltet sich nicht selten recht schwierig. Der TV-Sender N24  hat die vier größten Irrtümer unter die Lupe genommen.

1. Irrtum: Umso besser die Firma, umso größere Chancen werden geboten

Der Traum eines jeden Studienabgängers: Eine Erstanstellung bei einer großen Firma. Der perfekte Einstieg, um auf der Karriereleiter möglichst schnell aufzusteigen. Auch über ein überdurchschnittliches Gehalt und eine Menge Kontakte, die einem später noch helfen können, kann man sich bei einer großen Firma nicht beschweren.

Doch so gut sich der Job im ersten Moment anhört, genauso viele Aspekte spreche auch dagegen. Viel Bürokratie, klare Hierarchien und starre Strukturen. Neulinge, die gerade das Studium abgeschlossen haben, bekommen bei großen Unternehmen nur selten die Möglichkeit sich kreativ einzubringen und bei wichtigen Angelegenheiten mit zu reden.

Kleine Firmen dagegen eigenen sich perfekt dafür, wenn man bei flachen Hierarchien flexibel arbeiten möchte und schon zu Beginn Freiheit und Verantwortung zugesprochen bekommen haben will. Allerdings ist eines zu beachten, meint Karriereberater und Gehaltscoach Martin Wehrle gegenüber N24: "Es ist relativ leicht, von großen Unternehmen in kleine zu wechseln, aber schwer von kleinen zu großen".

2. Irrtum: Seine Pflicht zu erfüllen, reicht vollkommen aus

"Nicht zum verlässlichen und berechenbaren Erfüllungsgehilfen werden'', rät Martin Wehle. Was er damit meint? Einfach mal mehr tun, als das, was von einem erwartet wird, anstatt immer nur seine Pflicht zu erfüllen und damit zufrieden zu sein.

Das vom Chef Verlangte zu erfüllen ist grundsätzlich nicht verkehrt. Aber um Karriere zu machen, muss man ab und zu eine Schippe drauf legen und mehr geben als vorausgesetzt wird.

3. Irrtum: Zu beginn gleich mit eigenen Ideen glänzen

Eigeninitiative ist an und für sich eine gute Eigenschaft. Vorsicht aber wenn man gerade neu eingestellt wurde! Denn zu viel des Guten kann sich auch negativ auswirken. Britte Schäfer, Coach und Diplom-Psychologin, meint gegenüber N24: "Wichtig ist, dass man in den ersten Monaten sehr genau beobachtet, nachfragt und versucht, die Spielregeln kennenzulernen".

Also erst einmal zurückstecken, Ideen notieren und zu einem späteren Zeitpunkt einbringen.

4. Irrtum: Um die Anerkennung des Chefs buhlen - denn das ist wichtig

Lob und Anerkennung muss man sich erst einmal verdienen. Man kann nicht von Anfang an erwarten, dass Chef und Kollegen einen schätzen. Die wollen zuerst Leistungen sehen.

Das sollte nur ein umso größerer Ansporn sein, zu Beginn des Jobs härter zu arbeiten. Also die ersten Erfolge still für sich feiern und abwarten. Denn irgendwann bekommen die Kollegen und der Chef schon mit, was für eine Bereicherung man für das Unternehmen ist.

mpa

Melanie Paukner

Melanie Paukner

E-Mail:info@merkur.de

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