Um Soldat werden zu können, ist die deutsche Staatsbürgerschaft Voraussetzung und die Bereitschaft, jederzeit für die freiheitliche, demokratische Grundordnung eintreten zu wollen. Foto: Bundeswehr/Wolfgang Minich
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Um Soldat werden zu können, ist die deutsche Staatsbürgerschaft Voraussetzung und die Bereitschaft, jederzeit für die freiheitliche, demokratische Grundordnung eintreten zu wollen. Foto: Bundeswehr/Wolfgang Minich

Von Soldat bis Sanitäter: Die Bundeswehr als Arbeitgeber

Arbeiten bei der Bundeswehr - das klingt nach Tarnfleck und Geländeübungen. Dabei gibt es auch Jobs abseits der Waffe. Vom Sanitätsdienst bis zum Mediengestalter ist fast alles dabei.

Zwickau (dpa/tmn) - Seit die Wehrpflicht 2011 ausgesetzt wurde, hat die Bundeswehr einen Strukturwandel hinter sich. Die Grundwehrdienstleistenden mussten ersetzt und neue Anreize für Arbeitnehmer geschaffen werden. Doch für wen ist das überhaupt was, die Bundeswehr als Arbeitgeber?

Zunächst müssen Jobsuchende wissen: Bundeswehr ist nicht gleich Bundeswehr. Auf der einen Seite gibt es die militärische Laufbahn bei den Streitkräften. "Da wird man auch an der Waffe ausgebildet", erklärt Marcus Oberländer, Büroleiter im Karriereberatungsbüro Zwickau.

Demgegenüber steht die zivile Laufbahn. "Das ist die ganze Verwaltung um die Streitkräfte herum." Es geht also prinzipiell um die Frage: Kann ich mir vorstellen, Soldat oder Soldatin zu werden und auf Auslandseinsätze geschickt zu werden, oder nicht? Das ist die erste Entscheidung, die man treffen muss.

Karriereberater Oberländer rät, sich zunächst im Internet über die jeweiligen Berufsfelder zu informieren. Weitere Infos gibt es dann in einem der 110 Karriereberatungsbüros der Bundeswehr. Da bekommen Bewerber alle Infos und Unterlagen zum weiteren Bewerbungsablauf. Erste Informationen gibt es außerdem in den Berufsinformationszentren (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Kann sich denn jeder bewerben? "Voraussetzung ist die deutsche Staatsbürgerschaft und die Bereitschaft, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzutreten", sagt Paul Ebsen von der Pressestelle der Bundesagentur für Arbeit. Dazu kommt die Prüfung auf die gesundheitliche Eignung.

Für die militärische Laufbahn gehören dazu zum Beispiel ein Sporttest, ein Aufsatz und ein Computertest sowie ein Prüfgespräch. Dadurch sollen körperliche Fitness, sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Führungsqualitäten festgestellt werden, erklärt Patrick Seyfarth vom Presseinformationszentrum der Bundeswehr. Zum Assessment werden die besten Bewerber eingeladen, die Tests dauern ein bis zwei Tage.

Je nachdem, ob sich Bewerber für eine militärische oder zivile Karriere entscheiden, können sie verschiedene Laufbahnen einschlagen. "Im militärischen Bereich gibt es für jeden Teilbereich, also Heer, Streitkräfte, Luftwaffe, Marine und Sanitätsdienst, verschiedene Laufbahnen", erläutert Karriereberater Oberländer. Dazu gehören die Mannschafts-, die Unteroffiziers-, die Feldwebel- und die Offizierslaufbahn.

Im zivilen Bereich gibt es die Möglichkeit, sich für ein Angestelltenverhältnis oder eine Beamtenlaufbahn zu bewerben. Auch eine Ausbildung ist möglich. Der Bewerbungsprozess läuft hier ähnlich wie bei der militärischen Laufbahn: Zunächst reichen Bewerber ihre Unterlagen ein, im zivilen Bereich ist das auch online möglich.

Wer erst einmal ausprobieren möchte, ob die Bundeswehr für ihn infrage kommt, kann dies beim 6- bis 23-monatigen freiwilligen Wehrdienst tun. Danach kann man sich entweder weiter verpflichten oder eine andere Laufbahn einschlagen.

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