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Wer mit einer Kreissäge arbeitet, riskiert schwere Verletzungen. Betroffene, die nach einem Unfall noch zum Arzt gehen können, sollten einen Durchgangsarzt aufsuchen. 

Berufsunfähigkeit

Was Beschäftigte nach einem Arbeitsunfall tun müssen

Ob auf der Baustelle oder im Sägewerk - viele Arbeitsstätten bergen ein erhöhtes Unfallrisiko. Kommt es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zu Verletzungen, sollten sich Betroffene von einem Durchgangsarzt behandeln lassen.

Wer nach einem Arbeitsunfall noch selbst zum Arzt gehen kann, sollte gleich einen Durchgangsarzt aufsuchen. Im Internet finden Arbeitnehmer die Adressen. Darauf weist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hin.

Der Durchgangsarzt ist der richtige Ansprechpartner, denn bei einem Arbeitsunfall sorgt die gesetzliche Unfallversicherung für die Versorgung - und nicht die reguläre Krankenversicherung. Wer trotzdem erst einmal zu seinem Hausarzt geht, weil er den Grundsatz nicht kennt, wird in der Regel an den zuständigen Durchgangsarzt weiterverwiesen.

Die Meldung beim Durchgangsarzt ist wichtig, weil nach einem Arbeitsunfall das berufsgenossenschaftliche Heilverfahren durchgeführt wird. Das Leistungsspektrum dort ist unter Umständen breiter als bei einer Behandlung über die Krankenkassen, sagt Sandra Bieler von der BGW.

Müssen Beschäftigte nach einem Unfall mit dem Krankenwagen fahren, sollten sie im Krankenhaus so früh wie möglich Bescheid geben, dass der Unfall auf dem Weg zur oder bei der Arbeit passiert ist. Dann wissen die Mediziner Bescheid und können alle weiteren Schritte einleiten.

Bei einem schweren Arbeitsunfall in einer Firma in Marchtrenk (Bezirk Wels-Land) hat sich ein 41-jähriger Arbeiter mit einer elektrischen Kreissäge die linke Hand abgetrennt. Der Mann aus Ungarn wollte laut Polizeibericht kurz vor Mittag in der Produktionshalle eine Metallglas-Leiste zuschneiden. Dabei dürfte er mit der Hand abgerutscht und gegen das Kreissägeblatt gestoßen sein.

Der schwer verletzte Arbeiter wurde an Ort und Stelle vom Notarzt erstversorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins AKH Linz geflogen. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus. Ob eine Chance bestand, die Hand zu retten, war zunächst nicht bekannt.

dpa

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