Wild drauf lossägen: Das geht als Forstwirt gar nicht. Im Gegenteil: Dane-Janusz Wieland muss genau wissen, welche Technik es braucht, um die Saftwege des Baums nicht zu beschädigen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Wild drauf lossägen: Das geht als Forstwirt gar nicht. Im Gegenteil: Dane-Janusz Wieland muss genau wissen, welche Technik es braucht, um die Saftwege des Baums nicht zu beschädigen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Wer wie Dane-Janusz Wieland direkt im Wald tätig sein möchte, macht am besten eine duale Ausbildung. Zu den Aufgaben der Waldarbeiter gehört es, Bäume zu fällen, Wege zu pflegen oder Schädlinge zu bekämpfen. Die Ausbildung dauert drei Jahre, es geht um Themen wie Waldbegrünung und Natur- und Umweltschutz. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Wer wie Dane-Janusz Wieland direkt im Wald tätig sein möchte, macht am besten eine duale Ausbildung. Zu den Aufgaben der Waldarbeiter gehört es, Bäume zu fällen, Wege zu pflegen oder Schädlinge zu bekämpfen. Die Ausbildung dauert drei Jahre, es geht um Themen wie Waldbegrünung und Natur- und Umweltschutz. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Forstwirt Christian Wegner (r) schießt zunächst ein dünnes Seil über die Baumkrone. Dafür nutzt er eine Riesenzwille. Anschließend wird dann mithilfe des dünnen Seils ein Kletterseil in die Baumkrone gezogen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Forstwirt Christian Wegner (r) schießt zunächst ein dünnes Seil über die Baumkrone. Dafür nutzt er eine Riesenzwille. Anschließend wird dann mithilfe des dünnen Seils ein Kletterseil in die Baumkrone gezogen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Ein Seil über die Baumkrone zu balancieren, ist gar nicht so leicht: Manchmal muss Forstwirt Christian Wegner sich ganz schön in Geduld üben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Ein Seil über die Baumkrone zu balancieren, ist gar nicht so leicht: Manchmal muss Forstwirt Christian Wegner sich ganz schön in Geduld üben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Christian Wegner ist einer von rund 6000 Menschen, die in Deutschland in der Forstwirtschaft arbeiten. Das Schöne an der Arbeit sei, dass man am Ende des Tages sieht, was man geleistet hat. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Christian Wegner ist einer von rund 6000 Menschen, die in Deutschland in der Forstwirtschaft arbeiten. Das Schöne an der Arbeit sei, dass man am Ende des Tages sieht, was man geleistet hat. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Hantieren mit gefährlichem Gerät: Wer wie Susanne Wersig im Wald Bäume beschneidet, muss umsichtig arbeiten. Denn ein Moment der Unachtsamkeit kann zu schweren Verletzungen führen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Hantieren mit gefährlichem Gerät: Wer wie Susanne Wersig im Wald Bäume beschneidet, muss umsichtig arbeiten. Denn ein Moment der Unachtsamkeit kann zu schweren Verletzungen führen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
In ihrem Job muss Susanne Wersig klettern können. Kranke Äste lassen sich nicht immer mithilfe eines Krans abschneiden. Manchmal ist auch voller Körpereinsatz gefragt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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In ihrem Job muss Susanne Wersig klettern können. Kranke Äste lassen sich nicht immer mithilfe eines Krans abschneiden. Manchmal ist auch voller Körpereinsatz gefragt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Das Schöne am Beruf des Forstwirts: Man ist fast den ganzen Tag in der Natur. Die Kehrseite ist, dass nicht alle es schaffen, den Job bis zur Rente auszuüben, weil er körperlich so anspruchsvoll ist. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Das Schöne am Beruf des Forstwirts: Man ist fast den ganzen Tag in der Natur. Die Kehrseite ist, dass nicht alle es schaffen, den Job bis zur Rente auszuüben, weil er körperlich so anspruchsvoll ist. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Wie werde ich...?/ Forstwirt/in

Sie fällen Bäume, bauen Zäune und bekämpfen Schädlinge: Forstwirte arbeiten den ganzen Tag an der frischen Luft. In den Beruf führt nicht nur eine Ausbildung, sondern auch ein Studium.

Berlin (dpa/tmn) - Er kniet sich hin, spannt das Gummi der Wurfschleuder und zielt. Dann fliegt ein Wurfsack hoch auf den Baum, ein daran befestigtes Seil saust hinterher. Christian Wegner hofft, dass es sich um einen stabilen Ast wickelt. "Das klappt nicht immer auf Anhieb", sagt der Forstwirt.

Sekunden später klatscht der Wurfsack auf den Boden. Kurz darauf ist er sicher um einen Ast gewickelt. Wegners Kollegin, Susanne Wersig, prüft ihren Klettergurt, schwingt sich hoch und beginnt die kranken Äste des Baums abzusägen.

Forstwirte sind für den Schutz und die Pflege des Waldes zuständig, doch ist dieser nicht zwingend ihr Arbeitsort. Wegner hat viele Aufträge in der Stadt. "Das Schöne an dem Job ist, dass man am Ende immer das Ergebnis sieht", sagt er.

2014 waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 6056 Menschen in der Forstwirtschaft tätig. "Die Berufsbezeichnung Forstwirt meint aber viele Berufe", erklärt Marcus Kühling, Geschäftsführer beim Deutschen Forstverein in Göttingen. Denn angehende Forstwirte können verschiedene Ausbildungswege wählen.

Wer direkt im Wald tätig sein möchte, sollte sich für die duale Ausbildung entscheiden. "Das sind die klassischen Waldarbeiter", sagt der Diplom-Forstwirt. Sie fällen und pflanzen Bäume, bauen Zäune, pflegen Wege oder bekämpfen Schädlinge. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Ausbildungsvergütung liegt bei Bezahlung nach Tarif im Osten im ersten Lehrjahr bei 592 Euro und steigt auf 699 Euro. Das geht aus Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Im Westen bewegt sie sich zwischen 755 Euro und 854 Euro.

Wer Revierförster werden und Fach- und Führungsaufgaben übernehmen möchte, kann statt oder nach der Ausbildung Forstwirtschaft an der Fachhochschule studieren. Im gehobenen Dienst, also für Revierleiter im öffentlichen Wald, wird ein Studium an einer Fachhochschule mit einjähriger Anwärterzeit vorausgesetzt.

Angehende Forstamtsleiter müssen ein Universitätsstudium und ein zweijähriges Referendariat machen. "An den Hochschulen geht es ums Management", sagt Prof. Daniela Kleinschmit. Sie ist Leiterin des Lehrstuhls für Forst- und Umweltpolitik an der Universität Freiburg.

Die Berufschancen für Absolventen sind in den kommenden Jahren ganz gut. "Forstwirte im gehobenen und höheren Staatsdienst werden ebenso gebraucht wie in der privaten Wald- und Holzwirtschaft oder im Umweltschutz", erklärt Kühling.

"Wer sich für diesen Job entscheidet, sollte körperlich fit und abgehärtet sein", sagt Wegner. Seit Stunden sägen er und seine Kollegen in der Herbstkälte an Bäumen und Ästen, ziehen sich mit den Armen hinauf, wickeln ihre Füße nach jedem Zug ums Seil, während die Baumwipfel bedrohlich hin und her schwenken. "Jeder Baum ist anders", sagt der Forstwirt. "Man kann nicht einfach hinaufklettern und kranke Äste absägen."

Die Liebe zur Umwelt ist für den Job unabdingbar. Und von ein bisschen Morgenkälte lassen sich Wegner und seine Kollegen die Laune nicht verderben. "Ich mache den Job schon seit 27 Jahren und kann mir nichts Schöneres vorstellen", sagt der Forstwirt.

Berufsbildung beim Bundesinstitut für Berufsbildung

Fakultät für Forst- und Umweltpolitik an der Universität Freiburg

Deutscher Forstverein e.V.

Berufsbild Forstwirt bei der Bundesarbeitsagentur

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