Nach Brasilien zu reisen, ist für Schwangere riskant. Denn dort verbreitet sich der Zika-Virus. Tui und Thomas Cook bieten etwa kostenlose Stornierungen an. Foto: Soeren Stache
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Nach Brasilien zu reisen, ist für Schwangere riskant. Denn dort verbreitet sich der Zika-Virus. Tui und Thomas Cook bieten etwa kostenlose Stornierungen an. Foto: Soeren Stache

Kostenlose Stornierungen für Schwangere wegen Zika-Virus

Das Zika-Virus breitet sich in Lateinamerika schnell aus, die WHO ist alarmiert. Bei Schwangeren kann eine Infektion zu schweren Behinderungen des Neugeborenen führen. Werdende Mütter können ihre Reisen in Risikogebiete kostenlos umbuchen oder stornieren.

Hannover (dpa/tmn) - Schwangere dürfen Reisen nach Mittel- und Südamerika in die vom Zika-Virus betroffenen Länder kostenlos umbuchen oder stornieren. Das gilt bei Tui und Thomas Cook für alle Reisen mit Anreise bis 31. März 2016.

Voraussetzung für die kostenlose Stornierung sei der Nachweis der Schwangerhaft, erklären die Reiseveranstalter. Auch DER Touristik bietet Schwangeren kostenloses Umbuchen und Stornieren an.

Bei Thomas Cook gilt die Regel derzeit für Reisen nach Brasilien, Ecuador, Panama, Barbados, Mexiko, Kap Verde, Puerto Rico und in die als Touristenziel beliebte Dominikanische Republik. Die Liste könne sich aber ständig ändern. So nennt Tui zusätzlich etwa Bolivien, Chile, El Salvador, Guadeloupe, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Martinique, Paraguay und Venezuela. Bei dem Veranstalter gibt es derzeit nach eigenen Angaben eine Handvoll Schwangere, die von dem Umbuchungs- und Stornierungsrecht Gebrauch machen.

Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von vermeidbaren Reisen in die Verbreitungsgebiete des Zika-Virus ab. Die WHO erwägt, wegen der starken Ausbreitung des Virus einen globalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Generell sollten sich Schwangere, die eine Reise in eines der Risikoländer gebucht haben, an ihren Reiseveranstalter wenden.

Rechtlich gesehen haben sie in diesem Fall gute Argumente, wenn sie kostenlos stornieren wollen. "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es Schwangeren nicht zuzumuten ist, eine solche Reise anzutreten", sagt der Reiserechtler Ernst Führich aus Kempten.

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