Und Abschlag! Wer mit dem Golfen beginnen will, sollte überschlagen, wie viel ihn das in etwa kosten wird - sowohl einmalig als auch jährlich. Foto: DGV
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Und Abschlag! Wer mit dem Golfen beginnen will, sollte überschlagen, wie viel ihn das in etwa kosten wird - sowohl einmalig als auch jährlich. Foto: DGV

Schläger, Schuhe, Schnupperkurs: Kosten für Golf-Einsteiger

Beim Einstieg ins Golfen brauchen Anfänger nicht nur Schläger und Schuhe. Sie müssen auch Kosten für Kurse und Mitgliedschaft einkalkulieren. Welches Budget sollten sie insgesamt einplanen?

Wiesbaden (dpa/tmn) - Golf gilt vielen immer noch als elitärer Sport, dessen Ausübung entsprechend Geld kostet. Im Vergleich zu anderen Sportarten ist Golfen tatsächlich nicht ganz günstig.

"Aber es ist weitaus günstiger, als die meisten Menschen denken", findet Markus Lawatsch vom Deutschen Golf Verband (DGV). Was Einsteiger ausgeben müssen, lässt sich grob überschlagen. Eine kleine Kostenkalkulation:

Schnupperkurs: Wer noch nicht weiß, ob ihm Golfen gefällt, der kann einen Probekurs machen. Der ist in manchen Clubs sogar kostenlos. Der DGV nimmt für ein entsprechendes Angebot ab Mai 19 Euro. In gehobeneren Golfanlagen kann der Preis auch höher sein.

Platzerlaubnis: Wer Golf lernen will, belegt am besten gleich einen Platzerlaubnis-Kurs, der Lawatsch zufolge in der Regel zwischen 150 und 300 Euro kostet - im Einzelfall auch mehr. Bei diesem Kurs erlernt der Golfer die Grundfertigkeiten des Sports und erwirbt zusätzlich das Recht, auf der entsprechenden Golfanlage spielen zu dürfen. In vielen Golfclubs ist die Platzerlaubnis Pflicht, um die Anlage benutzen zu können. Mehr als 200 Anlagen sind allerdings auch ohne sie bespielbar.

Equipment: Ein Schlägersatz mit Putter, ein paar Eisen, Driver und Tasche für Einsteiger ist laut Lawatsch für unter 200 Euro zu haben. Für Anfänger reiche das vollkommen aus. "Aber natürlich sind die Grenzen nach oben hin relativ offen." Ein kompletter Schlägersatz für Fortgeschrittene sei für unter 500 Euro zu bekommen. Besondere Kleidung braucht man zum Golfspielen übrigens nicht - eine Bermuda und ein Polohemd reichen. Nur Golfschuhe sollte man sich zulegen. Die sind rutschfest und kosten ab etwa 100 Euro, erklärt Lawatsch.

Mitgliedschaft: Hier ist zwischen der Voll- beziehungsweise Jahresmitgliedschaft und der Greenfee-Mitgliedschaft zu unterscheiden. Voll- oder Jahresmitglied heißt: "Sie können jeden Tag von morgens bis abends ohne zusätzliche Gebühren Golf spielen", sagt Lawatsch. Es handelt sich also um eine Flatrate. Eine solche Mitgliedschaft kostet bundesweit im Schnitt etwas mehr als 1100 Euro pro Jahr - also weniger als 100 Euro im Monat. Eine Aufnahmegebühr verlangen rund 50 Prozent der Clubs überhaupt nicht mehr. Besonders elitäre Clubs verlangen dagegen durchaus mehrere Tausend Euro.

Bei den Greenfee-Mitgliedschaften zahlt der Golfer einen geringeren Fixbetrag um die 200 Euro pro Saison und dann jedes Mal eine Gebühr (Greenfee), wenn er spielt. So eine Greenfee für eine 18-Loch-Runde kostet im Schnitt ungefähr 50 Euro an Wochentagen und 60 Euro am Wochenende. Es gibt aber mittlerweile auch schon 384 öffentliche Golfplätze in Deutschland, die auch ohne Mitgliedschaft oder Jahresgebühr, sondern nur gegen Greenfee bespielbar sind. Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit, der Vereinigung clubfreier Golfer (VcG) beizutreten. Dort zahlen Erwachsene 195 Euro pro Jahr.

Einen Golfball oder Schläger an den Kopf zu kriegen, kann schmerzhaft und möglicherweise lebensgefährlich sein. Deshalb sollten Golfspieler ein paar Regeln kennen. Fünf Ratschläge, mit denen nichts schiefgeht.

Nie in Richtung anderer Personen schwingen: Sonst trifft der Schläger womöglich direkt einen Mitspieler. Ein weiteres Risiko: "Der Schlägerkopf kann durchaus mal wegfliegen", weiß Johannes Podszun von der Vereinigung clubfreier Golfer (VcG). Das passiere immer mal wieder, auch wenn der Kopf natürlich eigentlich fest verankert ist. Was außerdem passieren kann: Beim Probeschwingen nimmt der Golfer Teile des Bodens mit - und Steinchen treffen dann die Mitspieler. "Diese Gefahr darf man nicht unterschätzen", warnt Podszun.

Immer auf gleicher Höhe mit anderen Spielern stehen und mindestens drei Meter Abstand halten: Das gilt sowohl für die Drivingrange als auch für den Platz. Die gleiche Höhe ist wichtig, damit Querschläger keine Mitspieler treffen. Und der Sicherheitsabstand verhindert, dass andere beim Schwingen des Schläger erwischt werden.

Erst abschlagen, wenn andere Personen außer Reichweite sind: Diese Regel ist nicht so eindeutig. Denn sie setzt voraus, dass der Golfer seine Reichweite einschätzen kann, wie Podszun erklärt. "Viele Anfänger können das aber nicht." Wer sich nicht einschätzen kann, sollte lieber etwas länger warten, bis wirklich alle anderen Spieler auf dem Platz sicher sind.

Beim Schlagen auf Barrieren achten: Von Felsen, Mauern und vor allem Bäumen kann der Golfball abprallen. Andere Spieler können getroffen werden. "Wenn der Ball vom Baum abprallt, ist die Flugbahn nicht auszumachen", warnt Podszun. Wer kein Profi ist, sollte nicht mit vollem Schwung abschlagen, sondern eher locker pitchen.

Bei Gefahr laut "Fore!" rufen: Diesen Ruf sollten alle Golfer kennen - und vor allem richtig anwenden können. "Die Leute schlagen und merken, dass der Ball falsch fliegt und eine Gefahr entsteht - aber häufig kommt der "Fore"-Ruf viel zu spät", hat Podszun beobachtet. Auch die anderen Mitspieler reagieren oft zu langsam: "Die Leute hören das "Fore" und gucken in die Luft." Besser: sofort die Hände über den Kopf nehmen und kniend zusammenkauern.

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