Tiere haben es dieser Tage nicht leicht. Foto: Bernd von Jutrczenka
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Tiere haben es dieser Tage nicht leicht.

Hunde, Katzen, Pferde

Haustiere an Silvester nicht übermäßig tätscheln

Schon viele Menschen erschrecken oft vor lauten Böllern, Haustiere verstehen dann die Welt nicht mehr oder geraten sogar in Panik. Mit einigen Tricks können Halter den Jahreswechsel für ihr Tier etwas angenehmer gestalten.

Berlin - Haustiere macht das Knallen der Silvesterböller oft sehr nervös, manche werden sogar panisch. Halter sollten sich aber ganz normal verhalten und das Tier - egal ob Hund, Katze oder Pferd - nicht übermäßig tätscheln.

Trösten und starke Aufmerksamkeit würden dem Tier nur signalisieren: "Es ist etwas nicht in Ordnung." Das rät Tina Hölscher, Tierärztin und Expertin für den Verein Aktion Tier. Stattdessen schalten Halter vielleicht ein Radio an, um das Tier akustisch abzulenken. Außerdem hat die Expertin folgende Tipps für die unterschiedlichen Tiere:

Katzen: Freigänger-Katzen sollten an Silvester nicht nach draußen, das wäre zu gefährlich. Stattdessen bringen Halter sie am besten in einen ruhigen Raum und lassen die Rollläden herunter. Wer eine sehr empfindliche Katze hat, kann ein Präparat bereithalten. Hölscher rät allerdings von normalen Beruhigungsmitteln ab. Es gibt aber Zerstäuber oder Verdampfer, die beruhigende Pheromone in die Luft abgeben. "Das wirkt von der Stärke etwa so wie Baldrian", sagt die Expertin.

Hunde: Auch Hunden hilft ein ruhiges Zimmer mit einem laufenden Radio. Und auch für sie gibt es solche Pheromon-Präparate - beispielsweise als Halsband. Außerdem kann man sie vorbereiten, zum Beispiel mit speziellen CDs mit Raketengeräuschen oder einem Luftballon. Dafür lässt jemand mit etwas Entfernung einen Luftballon platzen - der Hund bekommt zeitgleich ein Leckerli. So verbindet er im besten Fall mit dem Knall etwas Positives. Bei Hunden ist es besonders wichtig, sie nicht übermäßig zu tätscheln - sie reagieren sehr sensibel auf plötzliche, übertriebene Fürsorge des Herrchens.

Nager und Vögel: Tiere, die ihren Käfig sonst am Fenster stehen haben, sollten besser dort weg. Halter stellen sie idealerweise in eine ruhige Ecke, vielleicht in ein Zimmer, das nicht zur Straße hin liegt, und machen die Rollläden runter. Gut ist auch, den Käfig abends zusätzlich mit einem Tuch abzudecken.

Pferde und andere Stalltiere: Pferde und Co. sollten auch in den Tagen um Silvester herum nur kurz auf die Weide. Denn schon dann zünden manche Leute Böller. Am besten werden sie vormittags rausgelassen, spätestens, wenn es dunkel wird, sollten sie wieder in den geschützten Stall. Auch dort hilft es, in der Silvesternacht ein Radio anzumachen, empfiehlt Hölscher.

dpa/tmn

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