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Futterspender oder halbe Kokosnuss: Beide Varianten eignen sich, um Vogelfutter im Winter zu deponieren.

Vögel füttern im Winter: Darauf sollte man achten

Berlin (dpa/tmn) - Um Vögeln beim Überwintern zu helfen, stellen Tierliebhaber gerne Futterspender bereit. Prinzipiell spricht nichts dagegen. Dennoch sollten einige Ratschläge befolgt werden.

Neben Lebkuchen und Spekulatius liegen sie im Supermarkt: Meisenknödel und fertige Vogelfuttermischungen. Grundsätzlich ist gegen eine Fütterung im Winter nichts einzuwenden. Bei Frost oder Schnee werden besonders viele Tiere das Angebot annehmen, erläutert der Naturschutzbund Deutschland. Am hygienischsten sind Futterspender, bei denen die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Außerdem verdirbt darin das Futter nicht. Wer dennoch ein Futterhäuschen verwenden will, sollte es regelmäßig mit heißem Wasser reinigen und täglich nur wenig Futter nachlegen.

Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne. Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt und schnell verdirbt.

Wer keinen Meisenknödel kaufen will, kann ihn auch selbst herstellen: Grundlage ist ungesalzener Rinder- oder Hammeltalg, der in Schlachtereien erhältlich ist. Dieser wird erhitzt. Speiseöl im Verhältnis 1:5 verhindert, dass das Fett zu hart wird und bröckelt. Dann wird für die Körnerfresser etwa die doppelte Menge einer Mischung aus zwei Dritteln Sonnenblumenkernen und einem Viertel Hanfsaat hinzugegeben. Das erkaltende Gemisch formt man zu Knödeln, Würsten oder füllt es in Blumentöpfe oder halbe Kokosnussschalen. Durch das Bodenloch des Topfes ziehen Halter am besten einen Zweig, an dessen Ende sich die Vögel festklammern können.

Nicht alle Vögel fressen die gleichen Körner. Fink und Sperling mögen beispielsweise Sonnenblumenkerne und Hanfsamen gerne. Haferflocken und getrocknete Beeren eignen sich dagegen für Weichfutteresser wie Amsel und Rotkehlchen. Darauf weist die Tierrechtsorganisation Peta hin. Außerdem ist es gut, mehrere Futterplätze einzurichten: Für Weichfutter ist eher eine Futterstation am Boden an einer geschützten Stelle zu bevorzugen, da beispielsweise Amseln überwiegend am Boden nach Nahrung suchen. Körnerfresser haben dagegen lieber in der Luft hängende Futterhäuschen oder Spender.

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