Süß, aber nicht gleich hilfsbedürftig: Irrt ein Igel aber apathisch herum, kann menschliche Hilfe nötig werden. Foto: Sebastian Kahnert
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Süß, aber nicht gleich hilfsbedürftig: Irrt ein Igel aber apathisch herum, kann menschliche Hilfe nötig werden.

Süß und stachlig

Wann darf man einem Igel helfen?

Kleine schwarze Äuglein und ein Stupsnäschen: Igel sind einfach süß. Nähern sollte sich Mensch aber nur, wenn der Igel wirklich krank ist.

Igel sind nachtaktive Tiere. Im besten Fall bekommt man sie also tagsüber gar nicht zu Gesicht. Sieht man dennoch mal einen, heißt das noch lange nicht, dass er menschliche Hilfe braucht.

Igel-Mütter beispielsweise müssen auch tagsüber nach Futter suchen, damit sie und ihre Babys rechtzeitig vor dem Winter genug gefressen haben. Irrt jedoch ein junger Igel tagsüber außerhalb des Nestes herum, und hat möglicherweise sogar noch geschlossene Augen, kann Hilfe nötig sein.

Der Naturschutzbund Nabu empfiehlt dennoch, das Nest beziehungsweise das Tier zunächst für einige Stunden zu beobachten. Es ist möglich, dass die Mutter in dieser Zeit von der Futtersuche zurückkehrt.

Kranke Igel suchen ebenfalls tagsüber Futter. Sie unterscheiden sich von einem gesunden Tier dadurch, dass sie einen unsicheren Gang haben, apathisch sind und sich kaum noch einrollen. Die Augen stehen nicht halbkugelförmig hervor, sondern sind eingefallen und schlitzförmig.

Verletzte Igel brauchen dem Nabu zufolge ebenso Hilfe wie Tiere, die längere Zeit ohne Futter und Wasser gefangen waren, in Schächten oder Löchern zum Beispiel.

Igel sind Wildtiere und sollten, wenn sie schwer genug sind und selbstständig essen, nicht im Haus oder Keller überwintert werden. Erstens ist ihnen das zu warm für ihren Winterschlaf. Und zweitens brauchen sie, wenn sie wegen der noch zu warmen Witterung keinen Winterschlaf machen, viel Bewegung und die Möglichkeit zur Futtersuche.

dpa/tmn

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