Eine Kohlmeise sitzt an einem Futterhäuschen. Eiskaltes Winterwetter mit Dauerfrost steht vor der Tür. Foto: Holger Hollemann
+
Eine Kohlmeise sitzt an einem Futterhäuschen. Eiskaltes Winterwetter mit Dauerfrost steht vor der Tür.

Es muss nicht gleich ein Häuschen sein

Winterhilfe für Vögel: So bauen Sie eine Futterglocke

Bald fällt der erste Schnee und der Boden gefriert. Dann brauchen Vögel im Garten Unterstützung. Einfache Futterhäuschen lassen sich tatsächlich leicht selbst bauen.

Es muss nicht immer ein Häuschen sein. Auch eine Futterglocke hilft Vögeln im Winter. Und das geht am einfachsten. Sie besteht aus einem Blumentopf, einer Dose oder der halben Schale einer Kokosnuss, die mit der großen Öffnung nach unten am Baum oder an einem Balken hängen.

In den Boden des gewählten Objekts kommt ein Loch und senkrecht hinein ein Zweig, der etwa zehn Zentimeter aus der großen Öffnung der Futterglocke und ein kleines Stück aus dem Bodenloch übersteht. An letzterem Ende wird ein Draht zum Aufhängen befestigt, erklärt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern.

In die Glocke kommt nun warmer Futterbrei, gekocht aus Rindertalg oder Pflanzenfett gemischt mit Samen,  Futtermischung oder Trockenfrüchten. Den Brei fest werden lassen und dann die Glocke aufhängen. Die Vogelschützer empfehlen einen schattigen Standort für die Glocke, denn wird das Futter wieder warm, verflüssigt es sich.

Aufwendigere Futterstellen lassen sich in Form eines Häuschens oder eines Futterautomaten aus wasserfest verleimtem Sperrholz bauen. Unter www.lbv.de gibt es die detaillierten Anleitungen.

Wichtig ist außerdem die Wasserversorgung der Vögel im Winter. Dazu taugt der Untersetzer eines Blumentopfes oder ein Suppenteller. Die Ränder sollten flach abfallen und möglichst rau sein. Ein Stein oder ein anderer Gegenstand in der Mitte dient den Vögeln als Sitzplatz, erläutern die Vogelschützer.

Die Tränke steht am besten vor einem Fenster. So sieht man direkt, wenn das Wasser gefriert, und man kann es mit heißem Wasser wieder verflüssigen. Zum Schutz der Vögel sollten sich keine Gehölze in unmittelbarer Nähe befinden, damit dort nicht etwa Katzen auf sie lauern können.

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grausiger Trend: Tätowieren von Nacktkatzen

Einige Liebhaber von Nacktkatzen lassen ihre Tiere tätowieren. Diese neue Modeerscheinung soll in Russland ihren Ursprung haben. Nun droht, dass dieser "Trend" auch …
Grausiger Trend: Tätowieren von Nacktkatzen

Neuseeland will Ratten und andere Arten bis 2050 ausrotten

Neuseeland will in gut 30 Jahren rattenfrei sein. Auch Wiesel und die Beutelrattenart Opossum sollen bis 2050 ausgerottet werden, wie die Regierung am Montag mitteilte.
Neuseeland will Ratten und andere Arten bis 2050 ausrotten

Vorsicht: Verliebte Rehe auf der Straße

Autofahrer sollten in den kommenden Wochen besonderes vorsichtig fahren: Verliebte Rehe sind Naturschützern zufolge auf den Straßen im Südwesten unterwegs.
Vorsicht: Verliebte Rehe auf der Straße

Ältere Katzen: Geregelter Tagesablauf wichtig

Katzen aus dem Tierheim neigen häufiger zu Krankheiten. Künftige Tierhalter sollten also mit höheren Tierarztkosten rechnen.
Ältere Katzen: Geregelter Tagesablauf wichtig

Kommentare