Die Post wird 2016 das Porto für einen Standardbrief von 62 auf 70 Cent erhöhen. Foto: Henning Kaiser
+
Die Post wird 2016 das Porto für einen Standardbrief von 62 auf 70 Cent erhöhen. Foto: Henning Kaiser

Briefporto, Roaming-Gebühren, IBAN-Nummern

Was ändert sich 2016 für Verbraucher?

Das neue Jahr bringt etliche Änderungen für Verbraucher: Vom höheren Briefporto bis zu neuen Regeln im Umgang mit ausrangierten Elektrogeräten. Ein Überblick:

Das Briefportowird teuerer: Die Deutsche Post erhöht zum Jahreswechsel den Preis für Standardbriefe - um acht auf 70 Cent. Auch der Maxibrief national bis 1000 Gramm, Einschreiben und einige Sendungen ins Ausland kosten mehr.

Das Telefonierenund Surfen im EU-Ausland wird billiger: Ab dem 30. April 2016 sind nach einem Beschluss des Europaparlaments beim Roaming in der EU nur noch Aufschläge von 5 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 2 Cent pro SMS und 5 Cent pro Megabyte Daten erlaubt - jeweils plus Mehrwertsteuer. "Es ist erfreulich für Urlauber, dass die EU da endlich einen Deckel drauf macht", meint Mechthild Winkelmann von der Verbraucherzentrale NRW. Die Abschaffung der Roaming-Gebühren lasse aber leider immer noch auf sich warten.

Bankleitzahl und Kontonummer werden zum Auslaufmodell: Ab dem 1. Februar 2016 müssen auch Privatkunden bei Überweisungen die 22-stellige IBAN-Nummer verwenden.

Termingarantie beim Facharzt: Gesetzlich Krankenversicherte haben nach dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz einen Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt. Bei Problemen sollen ab dem 23. Januar neu eingerichtete Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen helfen. Vorgesehen ist, dass sie innerhalb einer Woche einen Termin beim Orthopäden oder Neurologen besorgen. Die Wartezeit darf vier Wochen nicht überschreiten. Gelingt das nicht, muss die Servicestelle dem Patienten eine Untersuchung in einem Krankenhaus ermöglichen. "In unterversorgten Gebieten kann das sinnvoll sein. Es wird sich aber noch zeigen müssen, ob das wirklich funktioniert", sagt Winkelmann. Ausgenommen sind Routineuntersuchungen und Bagatellerkrankungen.

Recht auf eine zweite ärztliche Meinung: Bei bestimmten, planbaren Eingriffen haben Patienten ab dem 1. Januar 2016 einen gesetzlichen Anspruch auf eine unabhängige, ärztliche Zweitmeinung. Das soll vor allem Krankheitsbilder betreffen, bei denen die Gefahr einer unnötigen Operation besteht, wie die Verbraucherzentrale NRW betont.

Portoerhöhungen bei der Post

Europaparlament zu Roaming-Gebühren

Bankenverband zu IBAN

Mitteilung zum Versorgungsstärkungsgesetz

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wassereinbruch im Haus: Elementarschäden absichern

Mit einer Elementarschadenversicherung können sich Mieter und Eigentümer vor den finanziellen Folgen von Naturgewalten absichern. Was sie beim Abschluss der Versicherung …
Wassereinbruch im Haus: Elementarschäden absichern

Nach Unwettern: Elementarversicherung im Trend

Lange war die Elementarversicherung gegen Naturkatastrophen hauptsächlich ein Fall für die ganz vorsichtigen Hausbesitzer. Das hat sich geändert - doch Norddeutschland …
Nach Unwettern: Elementarversicherung im Trend

Selbstständige: Pflichtversicherung als Rettungsanker

Selbstständige lieben häufig ihre Freiheit. Doch wenn es um die Rente geht, kann es sinnvoll sein, auf ein Stück Freiheit zu verzichten und die gesetzliche …
Selbstständige: Pflichtversicherung als Rettungsanker

Drogen auf Rezept: Staatliche Cannabis-Agentur geplant

Hannover - Cannabis auf Rezept - einige Ärzte befürworten diese Form Schmerztherapie. Doch die Patienten haben mit Hürden zu kämpfen. Eine staatliche Cannabis-Agentur …
Drogen auf Rezept: Staatliche Cannabis-Agentur geplant

Kommentare