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Förder-Programm

Ab 2016 gibt's mehr Geld vom Staat für eine neue Heizung

Im neuen Jahr gibt es mehr Geld vom Staat für eine neue Heizung. Das Bundeswirtschaftsministerium startet am 1. Januar ein neues Anreizprogramm Energieeffizienz, wie Minister Sigmar Gabriel (SPD) am Montag mitteilte.

Dafür stünden in den kommenden drei Jahren pro Jahr jeweils 165 Millionen Euro zur Verfügung. Wer seine Heizung austauscht, kann Zinsverbilligungen und Zinszuschüsse bekommen. Das Programm richtet sich auch an Bauherren, die eine Lüftungsanlage einbauen wollen. "Wir wollen umfassende Modernisierungen spürbar beschleunigen" und so auch zum Klimaschutz beitragen, erklärte Gabriel. 

Gefördert werden laut Ministerium der Einbau besonders effizienter Heizungen und auch Maßnahmen zur Optimierung des Heizsystems inklusive Heizkörper und Rohrleitungen. Damit werde ein Umstieg zu Gasheizungen oder erneuerbare Energien-Heizungen bezuschusst. Übrigens: Ab 2016 bekommen auch viele alte Heizungen ein Energielabel.

Hausbesitzer, die bislang fossile Energien wie Öl nutzen, können das neue Anreizprogramm über die staatliche Förderbank KfW beantragen, und zwar im Rahmen des Programms "Energieeffizient Sanieren". Der Zuschuss kann dann von zehn auf 15 Prozent der Investitionskosten aufgestockt werden. Wer eine Förderung für ein Heizungssystem auf Basis erneuerbarer Energien beantragen möchte, muss dafür laut Ministerium das "Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" nutzen. 

Antragsteller können einen Zusatzbonus von 20 Prozent des bisherigen Förderbetrags für den Heizungsaustausch und bis zu 600 Euro Zuschuss für die Heizungsoptimierung bekommen. Gefördert wird mit dem neuen Anreizprogramm auch der Einbau von Lüftungsanlagen, kombiniert mit einer Sanierung der Gebäudehülle, wie das Ministerium erklärte. Bauherren könnten so etwa Schimmelbildung verhindern und das Raumklima verbessern. Das Lüftungspaket gibt es demnach ebenfalls im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizientes Sanieren".

AFP

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