Pitbull & Co.

Darf der Mieter einen Kampfhund in der Wohnung halten?

Besitzer von sogenannten Kampfhunderassen wie etwa dem Pitbull haben in der Regel schlechte Karten bei der Wohnungssuche. Aber wie ist die Rechtslage?

Kampfhunde gelten oft als gefährlich und unberechenbar. Viele Vermieter wollen diese Tiere nicht in ihrem Haus haben. Doch die Experten der ARAG-Versicherung haben eine gute Nachricht für Tierfreunde: Ist der Wesenstest des Tieres positiv und der Vierbeiner nie auffällig geworden, muss der Hund wie ein ‚normaler‘ Hund gewertet werden.

Kampfhund in der Wohnung: So ist die Gesetzeslage

In einem konkreten Fall forderte der Vermieter einen Mieter aufgrund eines unkonkreten Bedrohungsgefühls auf, seinen Pitbull abzuschaffen. Auf dessen Angebot, seinen Hund in der Wohnanlage nur mit Maulkorb und Leine laufen zu lassen, ging der Vermieter nicht ein. Daraufhin klagte das Herrchen erfolgreich vor Gericht.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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Kommentare

meier
(0)(0)

Wenn schon so ein Urteil, dann sollte aber auch drinnstehen, dass, wenn der Kläger doch durch eine Attacke zu Schaden kommt, der Hundebesitzer für alle Schäden (auch zukünftige Operationen und Behandlungen) aufkommen muss.
Aber wie heisst es immer, das war trotz Vorsichtsmassnahmen nicht vorhersehbar und deshalb gibt es auch keinen Schuldigen und deshalb auch kein Geld. Basta. So ist unsere Rechtsprechung

Jomuc
(0)(0)

Wieso nicht? Es ist wie bei den Menschen - es gibt solche und solche. Wobei zu erwähnen ist, dass bei wesensgeschädigten Hunden zu 99 % Menschen schuld sind. Kein Hund auf der Welt ist von Geburt aus Kampfhund. Auch kein Pitbull ö.ä.

FreeEagle
(0)(0)

"Ist der Wesenstest des Tieres positiv und der Vierbeiner nie auffällig geworden, muss der Hund wie ein ‚normaler‘ Hund gewertet werden."
Zumindest in Bayern für einen Pitbull ist diese Aussage falsch! Und die Haltung eines Kampfhundes der Kategorie 1 - zu der ein Pitbull zählt - bedarf in Bayern IMMER der Erlaubnis. Und zwar der Erlaubnis der Gemeinde, und nicht der Erlaubnis des Vermieters.

Interessant wäre, für welche Bundesländer die "Experten" der ARAG ihre Behauptung aufgestellt haben bzw. in welchem Bundesland sich der Rechtsstreit zugetragen hat.