Nach Weihnachten ausrangiert: Kaputte Weihnachtskugeln müssen über den Restmüll entsorgt werden. Sie dürfen nicht in den Glascontainer wandern. Foto: Paul Zinken
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Nach Weihnachten ausrangiert: Kaputte Weihnachtskugeln müssen über den Restmüll entsorgt werden. Sie dürfen nicht in den Glascontainer wandern. Foto: Paul Zinken

Wie Sie was entsorgen sollten

Das große Aufräumen nach dem Fest: Fünf Recyclingtipps

Berlin - Weihnachten ist auch das Fest der Verschwendung: Papierhaufen, viele Kartons und Plastikverpackungen sammeln sich nach dem Auspacken der Geschenke unter dem Baum an. So werden sie richtig entsorgt.

Heiligabend, nach dem Auspacken der Geschenke: Im Wohnzimmer sind Häufchen mit zusammengeknülltem Papier verteilt, Geschenkschleifen fliegen herum, und leere Kartons stapeln sich im Eck. Wohin damit? In die Papiertonne? Ja - und nein. Wer es wirklich richtig machen will, muss sortieren:

Papiertonne: Geschenkekartons und -papiere wandern hinein. Selbst glänzendes und funkelndes Papier ist in aller Regel einfach nur bedruckt - und darf folglich auf diesem Wege recycelt werden, erklärt der Verband Deutscher Papierfabriken. Das Recycling lohnt sich übrigens: Für 100 Tonnen neues Papier setzt die deutsche Papierindustrie laut dem Verband 74 Tonnen Altpapier ein.

Restmüll: Nicht ins Altpapier kommen mit Kunststofflacken oder -folien hergestellte Lack-, Glacé- und Chromopapiere und -pappen - also beschichtetes Papier. Und in den Restmüll wandern auch Papiere mit Kleber, der sich nicht durch Wasser lösen lässt. Das bedeutet: Wer es wirklich genau nehmen möchte, trennt Adressetiketten sowie den Selbstklebeverschluss von Kuverts der Weihnachtskarten vom restlichen Papier ab und entsorgt diese Teile im Restmüll, erklärt das Umweltbundesamt. Im Restmüll und nicht im Glascontainer landen übrigens laut Bundesverband Glasindustrie auch zerbrochene Weihnachtskugeln.

Gelber Sack, Gelbe Tonne: Verpackungen, die nicht aus Papier und Glas sind, landen hier. Es gibt aber unterschiedliche Vorgaben der kommunalen Entsorger. Manche schränken zum Beispiel ein, dass expandiertes Polystyrol, auch bekannt unter dem Markennamen Styropor, nur in haushaltsüblichen Mengen in die Tonne oder den Sack wandern darf. An Weihnachten können aber schon mal ganze Berge davon zusammenkommen - dann am besten nach den Details beim Entsorger erkundigen. Manche bieten für einmalig anfallende große Abfallmengen, gegen Entgelt extra Müllsäcke an.

Wertstoffhof oder der Händler: Das ist die Anlaufstelle bei kaputten Lichterketten und sonstigen Dekorationen, die mit Energiespar- und LED-Lampen bestückt sind. Sie enthalten elektronische Bestandteile, die recycelt werden sollten. Bei Energiesparlampen kommen Spuren von Quecksilber hinzu. Größere Elektrohändler sind seit Ende Oktober 2015 verpflichtet, Elektrokleingeräte bis zu einer Größe von 25 Zentimetern zurückzunehmen, erklärt Dietlinde Quack vom Öko-Institut in Freiburg. "Das gilt für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmeter." Die Annahme muss unabhängig davon erfolgen, ob das Produkt dort eingekauft wurde. Aber: Dekorationen mit alten Glüh- und Halogenlampen landen im Hausmüll.

Garten: Hobbygärtner können den Weihnachtsbaum auseinandernehmen und seine Äste als Schutz über frostempfindliche Pflanzen legen. Besonders gut eignen sich dafür übrigens Fichten: Ihre Nadeln fallen bis zum Frühjahr nach und nach ab, und die Stauden bekommen so langsam mehr Licht und Luft, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Umweltbundesamt zu Papierrecycling

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