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Sand ist eine umweltfreundliche Alternative zu Streusalz. Foto: Bodo Marks

Der Umwelt zuliebe: Alternativen zum Streusalz

Berlin (dpa/tmn) - Wann und womit Privatleute die Wege vor ihrem Grundstück eisfrei halten dürfen, geben die Kommunen vor. Vielerorts ist zum Beispiel Streusalz verboten. Es gibt Alternativen.

Streusalz taut die vereisten Wege am schnellsten wieder auf. Aber: Es ist in vielen Gemeinden und Städten für Privatpersonen verboten. Denn es schadet der Natur. Das Salz löst sich, sickert in den Boden und reichert sich in Wurzeln an. Die Pflanzen können sich dann nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen und sterben.

"Und es reizt die Pfoten von Tieren", erklärt Magnus Wessel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin. "Das kennt jeder, der seine Hände schon mal zu lange in einer Salzlauge hatte." Der BUND rät daher grundsätzlich zum Verzicht auf Streusalz - selbst dort, wo das Ausbringen erlaubt ist.

Besser seien Sand, Sägespäne und Splitt aus Steinen. Oft werde Splitt auch aus Schlackeresten der Metallveredelung hergestellt, erläutert Wessel. Aber auch davon rät der Umweltexperte ab, denn sie können Schwermetalle beinhalten. Streumittel im Handel, die frei von Salz sind und Grenzwerte für Schwermetalle einhalten, können das Umweltzeichen Der Blaue Engel tragen.

"Auch die Holzasche aus dem Kamin funktioniert recht gut", erläutert Wessel. Der Vorteil ist hier, dass der Regen Asche schnell wieder wegschwemmt, wohingegen Sägespäne und Sand als eine matschige Pampe nach dem Auftauen des Eises zurückbleiben.

Ein Tipp: Ist der Weg wieder schneefrei und aufgetaut, sollte das Streugut am besten einfach auf die Straße gekehrt werden, rät Wessel. Denn hier sammeln vielerorts die kommunalen Winterdienste die Reste wieder ein und bereiten sie auf. Splitt kann man auch gut selbst aufkehren und im Eimer für das nächste Mal lagern.

Der Blaue Engel zu Streumitteln

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