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Erdbeeren sind eigentlich keine Beeren - sie gehören botanisch zu den Sammelnussfrüchten.

Die eigene Erdbeer-Zucht

Sechs Fakten für Hobbygärtner

Bald ist es soweit: Die ersten Erdbeeren im Garten werden reif. Bis dahin kann jedoch vieles schiefgehen, und die Ernte wird vernichtet. Aber Hobbygärtner können sich auf die Pilze vorbereiten.

Berlin - Erdbeeren sind einfach lecker. Aber wer sie selbst im Garten züchten möchte, hat es nicht einfach. Die Pflanzen sind anfällig für Pilzkrankheiten und haben großen Durst. Ein paar Fakten für Hobbygärtner zur Aufzucht und Pflege sowie etwas Kurioses zur Pflanze:

1. Erdbeeren sind eigentlich Nüsse

Es handelt sich bei den Früchten nicht um Beeren, sondern Botaniker zählen die Erdbeeren zur Sammelnussfrucht. Das Fruchtfleisch gilt als Scheinfrucht, und die eigentlichen Früchte sind die winzigen Nüsse außen an der Erdbeere, erklärt der Verband der Süddeutschen Spargel- und Erdbeeranbauer.

2. Sie wollen ein Bett aus Stroh

Grauschimmel kann die ganze Erdbeerernte vernichten. Wenn die Früchte langsam heranreifen und sich gen Boden neigen, sollte der Boden daher mit einer Schicht Stroh oder ähnlichem Material bedeckt sein. Das schützt die Erdbeeren vor Feuchtigkeit, die zu optimalen Wachstumsbedingungen für Pilze führt, erläutert das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe.

3. Sie stehen auf Knoblauch und Zwiebel

Auch die richtigen Nachbarn können Erdbeeren vor dem Pilzbefall bewahren. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät zum Setzen von Knoblauch und Zwiebeln in unmittelbarer Nähe.

4. Sie mögen keine nassen Blätter

Vielen Pflanzen tut es nicht gut, wenn ihre Blätter nass werden. Denn das bieten Pilzkrankheiten optimale Entwicklungsbedingungen. Daher rät der Bundesverband Einzelhandelsgärtner, die Erdbeerblüten und die Früchte beim Gießen nicht nass zu machen. Gut ist es, wenn das Wasser nur an den Erdbereich über den Wurzeln kommt. Grundsätzlich müssen sie während der Wachstumszeit viel gegossen werden, betont das Blumenbüro.

5. Manche tragen zweimal Erdbeeren

Es gibt sogenannte einmal und mehrmals tragende Pflanzen. Sorten, die nur eine Ernte produzieren, heißen etwa 'Senga', 'Sengana' oder 'Elvira', erklärt das Blumenbüro in Essen. Im Früh- und noch einmal im Spätsommer tragen zum Beispiel 'Ostara' und 'Sweetheart' Früchte. Ihre Erdbeeren sind kleiner, aber aromatischer. Regelmäßig über mehrere Monate lang entwickeln etwa die Sorten 'Rügen' und 'Alexandria' Erdbeeren.

6. Die nächste Ernte wird ab Juli vorbereitet

Um im Juni 2016 ernten zu können, müssen die Pflanzen in diesem Juli und August gesetzt werden. Darauf weist das Blumenbüro hin. Gut ist ein vollsonniger und windgeschützter Standort, Erdbeeren kommen aber auch im Halbschatten klar. Das Pflanzloch hebt der Hobbygärtner so tief aus, dass die Wurzeln gut Platz finden. Es wird mit Kompost aufgefüllt, oben gut angedrückt und gewässert. Wer mehrere Erdbeerpflanzen setzt, hält dazwischen einen Abstand von rund 30 Zentimetern ein. Wichtig: Die Pflanze darf in der ersten Zeit nicht austrocknen. Im Herbst bekommen die winterharten Pflanzen eine dünne Schicht Stroh oder Mulch als Frostschutz.

dpa

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