Wird eine Kerze ausgeblasen, bilden sich oft starke Rauchschwaden - besser ist es, die Flamme zu ersticken. Foto: Franziska Gabbert
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Wird eine Kerze ausgeblasen, bilden sich oft starke Rauchschwaden - besser ist es, die Flamme zu ersticken. Foto: Franziska Gabbert

Es knistert und raucht - Tipps zu Kerzen

Manche Kerzen knistern beim Abrennen, sie rußen stark, ihr Wachs verläuft ungleichmäßig statt abzubrennen - warum eigentlich? Ein paar Tipps.

Stuttgart (dpa/tmn) - Kerzen zaubern zu Hause eine heimelige Atmosphäre in der dunklen Jahreszeit. Im Advent greift man besonders oft zum Zündholz. Aber manchmal rußt, raucht und knistert die Flamme. Ein paar Antworten und Tipps.

Wie lange brennt eine Kerze eigentlich?

Das lässt sich einfach ausrechnen: Eine Kerze verbrennt stündlich sieben bis zehn Gramm ihrer Masse, erklärt die Gütegemeinschaft Kerzen in Stuttgart. Es kann aber auch schneller gehen, etwa wenn einige Kerzen zu dicht nebeneinanderstehen. Denn dann entwickelt sich viel Wärme. Daher raten die Experten zu einem Abstand von mindestens zehn Zentimetern zwischen einzelnen Kerzen.

Wie vermeide ich starke Rauchschwaden?

Ist der Docht zu lang, bildet er viel Ruß. Und ist er zu kurz, brennt die Flamme nicht gut. Daher rät die Gütegemeinschaft Kerzen zu einer Länge von etwa zehn Millimetern. Einen Tipp gibt es auch für das Löschen der Flamme: Wird diese erstickt statt ausgeblasen, bildet sich weniger Rauch.

Was tue ich gegen das Knistern?

Die Kerze knistert meist, wenn sie feucht ist. Ist Regenwasser in die Brennschüssel getropft, einfach trockenwischen. Ist der Docht feucht, lässt sich das Knistern nicht verhindern. Gefährlich ist es aber nicht.

Die Kerze brennt einseitig ab. Kann ich das verhindern?

Das liegt meist am Docht, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Er sollte einfach vorsichtig gebogen werden, bis er wieder gerade und mittig steht. Um zu verhindern, dass die Kerze nach und nach hohl wird und dann kümmerlicher brennt, sollte sie immer so lange an bleiben, bis die ganze oberste Schicht Wachs flüssig geworden ist.

Wie hält die Kerze besser im Ständer?

Einfach einen Klecks Wachs hineintropfen lassen. Und ist die Kerze zu dick für die Halterung? Ein Tipp der Gütegemeinschaft: Das untere Ende kurz in kochendes Wasser tauchen. Das Wachs lässt sich dann problemlos formen und somit auch in den Ständer stecken.

Wachs ist nicht gleich Wachs: Woraus sollten Kerzen bestehen?

Kerzen können etwa aus Paraffin, Stearin oder Bienenwachs sein. Das Bienenwachs hat eine lange Brenndauer, es darf nur so bezeichnet werden, wenn es ohne jegliche Beimischungen auskommt. "Allerdings ist das auch ein sehr wertvoller Rohstoff und das teuerste Material, denn es ist nur begrenzt verfügbar", erklärt Dirk Petersen, Umweltexperte der Verbraucherzentrale Hamburg.

Stearin ist ein Rohstoff aus pflanzlichem oder tierischem Ursprung. Er besteht zum Beispiel aus Palm- und Kokosfetten sowie Rindertalg. Allerdings werden für Palmfette Urwälder gerodet. Die Vorteile von Stearin: Es brennt lange, rußt wenig und tropft nicht. Stearinkerzen müssen zu mindestens 90 Prozent daraus bestehen, um so zu heißen. Paraffin ist preiswerter. Es wird überwiegend aus Erdöl gewonnen und hat einen niedrigen Schmelzpunkt - es verbrennt also schneller.

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