Der Feldsalat ist ein uralter frostharter Wintersalat. Foto: Sperli GmbH
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Der Feldsalat ist ein uralter frostharter Wintersalat. Foto: Sperli GmbH
Einige Chinakohlsorten - wie zum Beispiel &#39Kilakin&#39 (im Bild) - sind resistent gegenüber der Krankheit Kohlhernie. Foto: Bruno Nebelung GmbH
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Einige Chinakohlsorten - wie zum Beispiel 'Kilakin' (im Bild) - sind resistent gegenüber der Krankheit Kohlhernie. Foto: Bruno Nebelung GmbH
Den Friséesalat erkennt man an seinen fein geschliffenen Blättern. Foto: Sperli GmbH
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Den Friséesalat erkennt man an seinen fein geschliffenen Blättern. Foto: Sperli GmbH
Er ist der Farbtupfer im Salatbeet: der Radicchio. Foto: Monique Wüstenhagen
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Er ist der Farbtupfer im Salatbeet: der Radicchio. Foto: Monique Wüstenhagen
Der Feldsalat verträgt Temperaturen von bis zu minus 15 Grad, Haupterntezeit ist von Oktober bis Mai. Foto: Patrick Pleul
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Der Feldsalat verträgt Temperaturen von bis zu minus 15 Grad, Haupterntezeit ist von Oktober bis Mai. Foto: Patrick Pleul

Grünzeug aus der Kälte - Wintersalate im Garten anbauen

Braunschweig (dpa/tmn) - Natürlich bietet der Supermarkt das ganze Jahr über frischen Salat. Aber auch im Garten ist das fast immer möglich. Mit Wintersalaten, die dann noch gedeihen, wenn es anderen Pflanzen zu kalt ist, können sich Hobbygärtner selbst versorgen.

Auch wenn die Temperaturen sinken, die Witterung schlechter wird: Es wächst noch etwas im Gemüsebeet. Zichoriensalate wie Zuckerhut und Radicchio, Feldsalat, Endivien sowie Frisée sorgen im Herbst und Winter für den Frischekick im Salat. Der Hobbygärtner sollte sie anhand ihrer Frosthärte auswählen.

Es gibt zwei Gruppen von Endivien: Während eigentlichen Endivien breite, ganzrandige Blätter besitzen, sind sie bei den vor allem in Frankreich beliebten Frisées fein geschlitzt, beschreibt die Fachjournalistin Dagmar Wolff aus Hamburg. Bewährte Friséesorten seien 'Eminence' 'Jolie', 'Große grüne Krause' und 'Wallonne'.

Endivien enthalten Bitterstoffe, die sehr gesund sind, aber vielen zu bitter schmecken. Milder seien selbstbleichende Sorten wie 'Diva' oder 'Golda'. Sie wölben Blätter nach oben und entziehen sich dadurch selbst Licht, erklärt Wolff. Der Boden sollte humusreich und wasserhaltend sein. Der Samen keimt am besten bei 18 bis 20 Grad. Die Pflanzen wachsen gerne im Abstand von 30 bis 40 Zentimetern.

Im Handel wird Feldsalat ganzjährig angeboten. Aber: "Feldsalat ist ein uralter frostharter Wintersalat", sagt Wolff. Zum Gedeihen braucht er einen sonnigen, hellen Standort. Die alten Sorten sind häufig anfällig für Mehltau, neuere wie 'Elan', 'Vit', 'Gala' und 'Jade' sowie 'Favor' seien resistent.

"Beliebt ist Radicchio als farbiger Bestandteil von Mischsalaten, wegen seines intensiven Geschmacks besonders für den herbstlichen Salatteller", sagt Wolff. Sie rät, die Blätter eine halbe Stunde vor dem Verzehr in lauwarmes Wasser zu legen, um den bitteren Geschmack etwas zu mildern. Der Radicchio hat ähnliche Ansprüche wie Endivien, allerdings kann man die Pflanzabstände auf 20 Zentimeter verringern. Der sonnige Standort sollte altgedüngten, humosen Boden haben.

Claudia Heger vom Landesverband Braunschweig der Gartenfreunde empfiehlt die Sorten 'Indigo' und 'Palla Rossa 2'. "Seit Neuestem gibt es auch eine Varietät mit hellgelben, rot gefleckten Blättern, die den Namen 'Variegato di Castelfranco' trägt", berichtet die Fachberaterin. "Radicchio bildet sehr große grüne Köpfe aus. Verwendet werden die rot gefärbten Herzen des Salats, denn die äußeren Blätter sind zu hart zum Essen." Wie die Endivie ist der Radicchio frosthart bis minus fünf Grad. "Beide Arten können auch den Winter über an frostfreien Tagen geerntet werden." Als Schutz vor tieferen Temperaturen empfiehlt Heger eine Abdeckung.

Bis zum Spätherbst wird Winterportulak ausgesät. "Diese auch als Kubaspinat bekannte Art überdauert im Freien, Frühbeet oder Gewächshaus die kalte Jahreszeit", sagt Wolff. Das wüchsige Kraut hat einen milden Geschmack und ähnelt Spinat. Der ideale Reihenabstand für die Aussaat beträgt 15 bis 20 Zentimeter. Der Chinakohl wird meist als haltbarer und mild schmeckender Salat verzehrt, obwohl man ihn auch dünsten und kochen kann". Als Standort empfiehlt Wolff humosen, möglichst kalkhaltigen Boden in der Sonne.

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