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Es gibt rund 200 Arten der Iris. Eine ist die Wiesen-Iris, die intensiv blau blüht.

Iris ist die Staude des Jahres 2016

Jedes Jahr kürt der Bund deutscher Staudengärtner eine Staude des Jahres. Auf die Segge im Jahr 2015 wird nächstes Jahr die Iris folgen. Ihr besonderer Vorteil für Hobbygärtner: Es gibt sie in unzähligen Farben und für viele Standorte und Beet-Stile.

Die Iris wird im Jahr 2016 den Titel "Staude des Jahres" tragen. Grund dafür ist ihr hoher Wert für die Gartengestaltung, denn die vielen Arten der Iris gibt es in unzähligen Blütenfarben - etwa in Weiß über Gelb, Orange, Rot und Blau bis fast Schwarz.

Diese tragen die Blüten dazu noch in schönen Farbverläufen und abwechslungsreichen Mustern wie Tupfen, Sprenkeln oder feinen Aderungen. Benannt wurde die Pflanze daher auch nach der griechischen Göttin des Regenbogens, Iris, erklärt der Bund deutscher Staudengärtner (BdS). Ein anderer Name der Gattung ist Schwertlilie. Es gibt mehr als 200 Arten - ein paar Beispiele:

Für die Bepflanzung in Gruppen: Beliebt in den Gärten Deutschlands ist die Bart-Iris, die im Mai und Juni blüht. 60 bis 110 Zentimeter hohe Sorten machen sich am besten, wenn sie in Gruppen wachsen, rät BdS-Mitglied Aglaja von Rumohr. Eine besondere Empfehlung darunter ist die Sorte 'Ruban Bleu' der Barbata-Elatior-Iris, sie duftet gut. Die sogenannten Rebloomer, etwa die gelbe Sorte 'Total Recall' erblühen im Herbst ein zweites Mal, auch wenn der Hobbygärtner sie zuvor nicht zurückschneidet.

Für naturnahe Beete: Wildarten wie die Steppen-Schwertlilie (Iris spuria) und die Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) sind schlichter und eignen sich daher gut für der Natur ähnlich angelegte Bepflanzungen. Gut dazu passen Pflanzen mit grauem Laub wie der Lavendel oder das Heiligenkraut, empfiehlt von Rumohr. Besonders Iris spuria ist mit straff aufrechtstehenden Blättern ein guter Strukturbildner im Hintergrund des Beetes.

Für den Teich: Die Wiesen-Iris (Iris sibirica) mit zierlichen blauen oder violetten Blüten und die Sumpf-Iris (Iris pseudacorus) mit gelben Blüten mögen es feucht. Sie eignen sich daher für die Bepflanzung am Rand eines Teichs. Allerdings sollte die Wiesen-Iris hier vor Staunässe geschützt sein, der Sumpf-Iris macht das nichts aus.

Für den Topf: Die Zwerg-Iris blüht früher als die anderen Arten bereits im Februar und März. Dann bieten Gärtner sie im Topf an, nach der Blüte kann der Hobbygärtner sie in den Garten setzen. Dort machen sie sich etwa im Steingarten gut. Beispiele für diese Wuchsform sind die Kleine Netzblatt-Iris (Iris reticulata), die Iris histrioides und die Amerikanische Zwerg-Iris (Iris lacustris). Ihre Besonderheit: Sie bilden Zwiebel statt der üblichen Rhizome. Eine später blühende Art ist die Niedrige Bart-Iris (Barbata-Nana-Gruppe), sie zeigt ihren Reiz im April und Mai.

Staudengärtnerin Aglaja von Rumohr rät, die Iris am besten nicht weit vorne im Beet zu positionieren. Denn nach der Blüte verlieren auch ihre Blätter an Attraktivität. Daher ist es gut, wenn die Partner im Beet davon ablenken. Die gängigen Iris-Arten bevorzugen einen vollsonnigen, eher trockenen Standort. Eine Ausnahme ist etwa die Wiesen-Iris, sie mag auch halbschattige Plätze. Wie so viele andere Pflanzen mögen Iris gar keine Staunässe, denn dann können ihre Rhizome faulen. Ausgenommen davon ist natürlich die Sumpf-Iris.

dpa

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