Beispiel Türspion: Beim schützenswerten Interesse des Mieters muss der Vermieter kleineren Baumaßnahmen zustimmen. Doch was passiert, wenn der Mieter auszieht? Foto: Bodo Marks
+
Beispiel Türspion: Beim schützenswerten Interesse des Mieters muss der Vermieter kleineren Baumaßnahmen zustimmen. Doch was passiert, wenn der Mieter auszieht? Foto: Bodo Marks

Kein Anspruch auf einbruchshemmende Fenster oder Türen

Unternimmt ein Vermieter Modernisierungen, kann er die Miete erhöhen. Dies gilt auch für einbruchshemmende Maßnahmen wie Sicherheitsschlösser oder Türspione. Mieter haben demnach keinen Anspruch auf diese Investitionen. Schützen können sie sich aber trotzdem.

Berlin (dpa/tmn) - Einen Anspruch auf den nachträglichen Einbau von einbruchshemmenden Fenstern oder Türen haben Mieter nicht. Auch ein Sicherheitsschloss, einen Türspion oder eine Gegensprechanlage muss ein Vermieter nicht einbauen. Darauf weist der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin hin.

Investiert der Vermieter trotzdem in derartige Schutzmaßnahmen, handelt es sich um Modernisierungen. Die Folge: Der Vermieter kann die Miete erhöhen. Er darf 11 Prozent der Kosten der Baumaßnahme auf die Jahresmiete draufschlagen.

Wollen Mieter von sich aus in die Sicherheit ihrer Wohnung investieren, müssen sie bei allen baulichen Änderungen die Erlaubnis des Vermieters einholen. Der muss bei einem schützenswerten Interesse des Mieters kleineren Baumaßnahmen zustimmen.

Geklärt werden muss aber auch, was am Ende der Mietzeit mit den Mieterinvestitionen passieren soll. Denkbar ist, dass der Vermieter die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes fordert, so dass noch einmal Kosten auf den Mieter zukommen würden.

Der Deutsche Mieterbund empfiehlt Mietern deshalb, mit ihrem Vermieter von Anfang an zu vereinbaren, dass die Investition beim Auszug nicht beseitigt werden muss oder dass gegebenenfalls der Vermieter für den Verbleib der Einbauten eine Entschädigung zahlt.

Service:

Der Deutsche Mieterbund hat eine Broschüre "Modernisierung" herausgegeben. Sie kann für 6 Euro bei allen örtlichen Mietervereinen gekauft oder online bestellt werden (zzgl. 1,20 Euro Versandkosten).

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fenster putzen: Erst der Rahmen, dann das Glas

Von außen nach innen: So sollte man beim Fensterputz verfahren. Denn zuerst wird am besten der Rahmen gereinigt. Bei der Wahl des Putzmittels ist darauf zu achten, aus …
Fenster putzen: Erst der Rahmen, dann das Glas

Spinnmilben und Blattläuse: Schädlinge vom Bambus loswerden

Sie sind klein, aber sehr lästig. Spinnmilben und Blattläuse können der Bambuspflanze erheblichen Schaden zufügen. Es droht sogar ein Absterben der Blätter. Meist hilft …
Spinnmilben und Blattläuse: Schädlinge vom Bambus loswerden

Recycling-Gesetz: Elektroschrott per Post abgeben

Der zu schwache Föhn, der ausgediente DVD-Player oder das alte Handy: Im Alltag gibt es ständig Elektro-Geräte, die entsorgt werden sollen. Dabei muss der Handel nun …
Recycling-Gesetz: Elektroschrott per Post abgeben

Welche Rechte Mieter haben: Defekte oder fehlende Badewanne

In der eigenen Badewanne Kapitän sein und mit den Quietscheenten schwimmen - das wünscht sich mancher Mieter. Ein Recht auf eine Wanne haben sie allerdings meist nur, …
Welche Rechte Mieter haben: Defekte oder fehlende Badewanne

Kommentare