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So schön kann Rhododendron blühen. Befällt ihn jedoch der falsche Pilz, hat die Pflanze kaum eine Chance. Foto: Arno Burgi

Keine Hilfe möglich: Pilz lässt Rhododendron absterben

Der Rhododendron ist beliebt in deutschen Gärten. Er ist recht unkompliziert und pflegeleicht. Aber die Pflanze ist auch anfällig für Pilze - zwei Varianten machen es ihm besonders schwer.

Bonn (dpa/tmn) - Der Rhododendron ist Ziel gleich einiger Schädlinge und Krankheitserreger. Bei einem bestimmten Pilz hat die Pflanze kaum eine Chance.

Die Phytophthora-Welke verursacht zunächst nur das Welken und Verkümmern einzelner Triebe. Später kann die ganze Pflanzen welken und absterben. Eine Bekämpfung oder Heilung ist nicht möglich, erklärt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Keine Heilung möglich? Und nun?

Der Hobbygärtner kann den Befall teilweise eindämmen. Dafür schneidet er die betroffenen Triebe bis in den gesunden Bereich zurück. Allerdings hilft das nur, wenn die Triebspitzen Herd der Infektion sind. Das können aber auch die Wurzeln sein. Dann ist laut den Experten die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Pflanze abstirbt. Der Rhododendron muss dann entfernt und entsorgt werden.

Kann ich die Stelle im Beet einfach so wieder bepflanzen?

Die Sporen des Pilzes überleben sehr lange im Boden. Daher empfiehlt die Landwirtschaftskammer, diesen auszutauschen, bevor ein neuer Rhododendron an die Stelle kommt. Außerdem sollte der Hobbygärtner den Boden gut auflockern und mit Kompost, Torf oder Rindenhumus aufbereiten. Damit wird verhindert, dass der Boden sich verdichtet und stark feucht bleibt.

Das ist ein Problem?

Die Infektion kann über die Triebspitzen oder die Wurzeln erfolgen. Bei letzterem sind Pflanzen vor allem dann befallen, wenn der Boden sehr schwer und dicht ist, erklären die Experten.

Welche Schädlinge gefährden den Rhododendron noch?

Verfärben sich im Frühjahr die Knospen am Rhododendron braun oder schwarz, ist ebenfalls ein Pilz am Werk, Pycnostysanus azaleae. Der Hobbygärtner muss dann die betroffenen Pflanzenteile entfernen. Schuld an diesem Pilz sind die nur wenige Millimeter großen Rhododendronzikaden. Die Tiere legen im Herbst ihre Eier unter die Schuppen der bereits angelegten Knospen. Über diese kleinen Verletzungen dringt der Schadpilz ein.

Helfen kann den Pflanzen daher auch, wenn der Hobbygärtner gegen die Insekten vorgeht, erklärt Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Karlsruhe. Die Experten raten zu beleimten Gelbtafeln.

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