Sobald die Früchte unter dem Apfelbaum eingesammelt sind, kann man bei Bedarf über Leimringe nachdenken. Foto: Arno Burgi
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Sobald die Früchte unter dem Apfelbaum eingesammelt sind, kann man bei Bedarf über Leimringe nachdenken. Foto: Arno Burgi

Leimringe schützen Bäume vor Insektenbefall

Ein Garten, in dem gar kein Laubfraß zu beobachten ist, entspricht einem ökologischen Wüstenei. Das sagen Experten. Denn von den Insekten leben viele Vögel. Allerdings: Einige Raupen sollte man unbedingt von Pflanzen fernhalten.

Berlin (dpa/tmn) - Die Raupen des Frostspanners fressen im Frühling die frischen grünen Triebe der Apfelbäume ab. Das führt dazu, dass sich den Sommer über keine Äpfel bilden. Um sich davor zu schützen, müssen Gärtner schon im Vorjahr, ab Mitte Oktober, klebende Leimringe eng um den Stamm anbringen.

Die Leimringe halten die Weibchen der Schädlinge ab. Das erklärt Herbert Lohner, Experte für Naturgärten vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Frostspanner klettern sonst den Stamm hinauf. Erreichen die nicht flugfähigen Weibchen die Krone, werden sie dort von den fliegenden Männchen begattet.

Die Eier legen sie in den Ritzen der Rinde ab, woraus sich dann im Frühling die gefräßigen Raupen entwickeln. Betroffen sind vor allem Apfelbäume, aber zum Beispiel auch Quitten.

Wichtig ist das Anbringen der Klebefallen besonders an jenen Bäumen, die in diesem Jahr befallen waren, denn die Population wird sonst im nächsten Jahr noch größer. Lohner rät, bei borkigen Stämmen die Ritzen unter dem Ring mit Lehm zu verschmieren. Sonst nutzen die Tiere diese als Durchschlupf.

Die Leimringe müssen Hobbygärtner ab etwa Januar bis Februar wieder abnehmen, jedenfalls vor dem Raupenschlupf. Denn darauf können noch lebende Eigelege haften. Diese sollten sie dann am besten verbrennen.

Der BUND-Experte rät aber, die Leimringe nur anzubringen, sofern dies wirklich nötig ist und nur so lange wie nötig - denn dann kommen daran weniger sonstige Insekten zu Tode.

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