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Altbauten gut einpacken und mehrfach profitieren

Energiekosten runter, Wohnkomfort rauf: Mit effizienter Wärmedämmung sinken Heizkosten, und die Wärme bleibt im Haus.

Ungedämmte Häuser verbrauchen oft mehr als 20 Liter Öl pro Quadratmeter Fassade, wärmegedämmte Eigenheime kommen häufig mit nur drei Liter aus – gut 85 Prozent weniger. Nachträgliches Dämmen lohnt sich also, denn anschließend wird weniger für Öl oder Gas gezahlt. Weil der Bund energiesparendes Sanieren fördert, ist auch die Investition leichter als viele Menschen glauben. Kredite gibt es zum Beispiel schon ab 1,1 Prozent und bis zu 9.375 Euro sind als Zuschuss drin (Stand April 2009).

Eine clevere Fassadendämmung vereint viele Vorteile: Die Heizkosten sinken, der Immobilienwert steigt, die Optik gewinnt und das Wohnklima verbessert sich.

Viele Altbauten sind schlecht isoliert. Vorschriften zum Wärmeschutz gibt es erst seit rund 30 Jahren, die seitdem immer wieder verschärft wurden. Fast immer lässt sich aber in Häusern aus dieser Zeit der Energieverlust mit einem Wärmedämmverbundsystem reduzieren. Gleichzeitig steigt die Wohnbehaglichkeit: Es „zieht“ nicht mehr, weil es im ganzen Raum gleichmäßig warm bleibt. Auch das Schimmel-Risiko ist minimiert, denn in trockenen Räumen wächst kein Pilz. Zu guter Letzt steigt der Wert der Immobilie – und auch die Einliegerwohnung lässt sich leichter vermieten.

KfW-Bank: Zins ab 1,1 Prozent, Zuschuss bis 9.375 Euro

Weil weniger Ölverbrauch die Umwelt von Schadgas-Emissionen entlastet, fördert der Staat Investitionen in den Wärmeschutz mit günstigen Darlehen: Die Programme der KfW beginnen bei 1,1 Prozent Zinsen. Außerdem gewährt die Bank für besonders effiziente Baumaßnahmen einen Tilgungszuschuss bis 12,5 Prozent, maximal 9.375 Euro. Ein Fünftel der Lohnkosten von Handwerkern können auch noch von der Steuer abgesetzt werden, das spart im Höchstfall weitere 1.200 Euro. Und nach der Sanierung zahlt der Hausbesitzer oft nur noch die Hälfte für Öl und Gas.

Fokus Fassade

Weil schon kleine Montage-Fehler die Wirkung des Dämmsystems erheblich einschränken können, sollten Selbstbauer von dieser Aufgabe die Finger lassen. Arbeiten mit Dämmsystemen gehört in die Hände von Profis – Malern oder Stuckateuren. Dann hat der Eigenheimbesitzer auch die Sicherheit, dass das Haus dauerhaft geschützt ist.

Eine Planungshilfe finden Interessierte im Internet unter www.sto-bauherrenberater.de: Hier wird Schritt für Schritt ermittelt, welche Sanierung für das eigene Objekt optimal ist. (nh)

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