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Die richtige Einstellung des Thermostats spart bares Geld.

Runter mit den Heizkosten im Winter

Mit diesen Tipps sparen Sie Geld und Energie

Stuttgart - Pünktlich zum Beginn der Winterzeit drehen viele Haushalte wieder die Heizung auf - und merken das gleich am Geldbeutel. Mit diesen Tipps lassen sich Energie und Geld sparen:

Mehr als 60 Prozent des Energieverbrauchs in deutschen Haushalten entfällt auf die Heizung. Wer im Winter sinnvoll heizt, kann deshalb richtig Geld sparen. In einer Durchschnittswohnung mit 120 Quadratmeter Fläche können die Heizkosten ohne Komfortverlust pro Jahr um bis zu 330 Euro sinken. „Eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius im Wohnbereich (Stellung 3 beim Thermostat) und von 16 bis 18 Grad (Stellung 2 beim Thermostat) in den übrigen Zimmern reicht fast immer aus“, empfiehlt Petra Hegen vom baden-württembergischen Landesprogramm Zukunft Altbau, eine Initiative des Umweltministeriums in Baden-Württemberg.

Nachts gilt: Rolläden und Jalousien runter!

Bei Dunkelheit die Rolläden oder Jalousien herunterlassen und die Vorhänge zuziehen! So bleibt die Wärme länger in den Räumen. Bereits eine Stunde vor der Nachtruhe empfiehlt sich eine Nachtabsenkung auf 15 Grad. Das spart nachts rund 25 Prozent Kosten. Morgens sollte die Heizungsanlage aber eine Stunde vor den Bewohnern aufwachen, damit es im Bad bereits warm ist. Wem das ständige Drehen am Thermostat zu aufwendig ist, sollte über ein elektrisches Thermostatventil nachdenken. Mit dem kleinen Helfer lässt sich einstellen, wie hoch die Temperatur in welchem Raum zu welcher Uhrzeit sein soll.

Auch richtiges Lüften gehört zum Energisparen. Doch Vorsicht: Das Kippen der Fenster ist nicht effizient, dafür aber teuer. Der Luftaustausch in der Wohnung dauert eine Stunde oder länger, es wird in der Zeit nach draußen geheizt und die Wände kühlen aus. Pro Heizperiode kann das Mehrkosten von bis zu 200 Euro bedeuten. „Besser ist das kurze, vollständige Öffnen der Fenster“, erklärt Dieter Bindel vom baden-württembergischen Landesverband Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH). „Sind sie auf gegenüberliegenden Seiten der Wohnung geöffnet, kann sich zudem ein Durchzug bilden.“ Der gesamte Luftaustausch in der Wohnung braucht dann nur rund fünf Minuten.

Wer trotz der Tipps zu hohe Heizkosten hat, dem empfiehlt sich ein Heizungscheck, so Petra Hegen von Zukunft Altbau. Bei dem Check, den etwa Verbaucherzentralen oder auch Sanitär-Fachmänner für etwa 30 Euro anbieten, wird der Betrieb optimiert und untersucht, ob eine neue Heizung nötig ist. Zu dem Maßnahmen gehören eine Überprüfung oder auch Erneuerung der Heizungspumpe, ein hydraulischer Abgleich der Anlage und eine Optimierung der Heizungsregelung. Diese preiswerten Maßnahmen sparen zehn bis 15 Prozent der Heizkosten ein. Sie haben sich meist nach einem oder zwei Jahren eingespielt, danach spart man richtig Geld.

Einen kostenlosen Heizkostencheck im Internet bietet zum Beispiel der Deutsche Mieterbund e.V. an.

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