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Beim Schärfen darf nur die Schneide des Messers am Wetzstahl entlang gezogen werden. Foto: IVSH

So bleiben Küchenmesser scharf

Schnippeln macht keinen Spaß, wenn das Messer nur schwer durch die Zwiebel kommt. Und ungefährlich sind stumpfe Klingen auch nicht. Daher gilt es, Küchenmesser richtig zu pflegen. Aber wie?

Solingen (dpa/tmn) - Stumpf, fleckig, verformt: Küchenmesser können unter falscher Pflege ganz schön leiden. Wer die Messer zum Beispiel falsch abwäscht und aufbewahrt, handelt sich Ärger ein.

Jens-Heinrich Beckmann vom Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren (IVSH) hat Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Dürfen die Messer in die Spülmaschine?

"Je hochwertiger ein Küchenmesser ist, desto weniger gehört es in die Spülmaschine", stellt der Experte klar. Nach einem Spülgang sieht man den Schaden noch nicht - aber wer ein Jahr lang das Messer stets von der Maschine abwaschen lässt, merkt es: "Dann wird es stumpf." Außerdem kann sich der Griff verformen, und Spalten zwischen Klinge und Griff können entstehen.

Wie geht es dann richtig?

Beckmann rät, die Messer per Hand zu spülen - mit etwas Spüli und warmem Wasser. Wichtig ist, direkt nach getaner Schneidearbeit tätig zu werden: Denn besonders säurehaltige Lebensmittel wie Zwiebeln und Tomaten können der Klinge zusetzen. Damit keine Kalkflecken entstehen, wird das Messer mit einem normalen Geschirrtuch abgetrocknet, anstatt es lufttrocknen zu lassen.

Wie bewahre ich Küchenmesser am besten auf?

"Ich würde das gute Messer nicht in die Schublade legen", sagt Beckmann. Denn zum einen ist die Verletzungsgefahr höher, muss man dort hineingreifen. Zum anderen kann das scharfe Messer auch Schäden in der Schublade beziehungsweise dem Besteckkasten hinterlassen. Die beste Lösung ist für Beckmann die Magnetleiste, dann der Messerblock. Der Vorteil der Leiste sei, dass man gleich alle Messer im Blick hat - beim Messerblock muss man die Messer am Griff erkennen.

Wie oft und wie sollte ich die Messer schärfen?

Ein Profi-Koch schärft seine Messer jeden Tag, erzählt Beckmann. Der Privatmann müsse das aber nicht. Bei ihm reicht es, die Messer einmal in der Woche oder alle 14 Tage zu schärfen. Die Schneide wird dann etwa fünf- bis zehnmal in einem Winkel von 20 bis 30 Grad am Wetzstahl entlang gezogen. Aber: Wirklich immer nur die Schneide daran entlang ziehen, nicht die Fläche: "Die würde kolossal zerkratzen", warnt Beckmann.

Kann ich auch einen automatischen Messerschleifer nehmen?

Verkehrt macht man damit nichts, sagt Beckmann. Aber er vergleicht es mit dem Autofokus bei Kameras: Ein Profi macht die Einstellung lieber selbst. "Je teurer mein Messer ist, desto weniger würde ich einen automatischen Messerschleifer nehmen." Wer sich erst nicht an den Wetzstahl herantraut, dem rät Beckmann, sich in einem Fachgeschäft die richtige Handhabung zeigen zu lassen.

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