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Wäscheberg statt nur die Lieblingssocken: Um Wasser zu sparen, sollte man die Kapazitäten der Waschmaschine voll ausnutzen.

Sparknopf und Spülmaschine: Wie Verbraucher Wasser sparen

Hierzulande haben Verbraucher Glück: Sie öffnen den Hahn, heraus kommt sauberes Wasser. Dieses Glück ist aber kein Freifahrtsschein. Auch bei uns gilt, kein Wasser zu verschwenden.

Hamburg - Beim Zähneputzen das Wasser laufen lassen, eine halbe Stunde unter der Dusche stehen - das alles verbraucht im Alltag viel Wasser. Der Umwelt und der eigenen Geldbörse zuliebe gilt es deshalb, Wasser zu sparen. Einige Tipps im Überblick:

Im Bad: Die Toilette und die Dusche sind in Sachen Wasserverbrauch große Durchläufer. Deshalb gilt: Am Klo den Sparknopf auch nutzen, wenn schon einer dort ist. Und auch in der Dusche gibt es die technische Sparvariante mit speziellen Duschköpfen. "Diese Perlatoren, die am Markt sind, helfen enorm, Wasser zu sparen", erklärt Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie mischen dem Wasser Luft bei, so dass der Strahl gleichbleibt, auch wenn insgesamt weniger Wasser durchfließt. Außerdem braucht das Wasser beim Einseifen nicht weiterlaufen, fügt Hartmut Müller von der Verbraucherzentrale Brandenburg hinzu.

In der Küche: Beim Spülen gilt: "Die Maschine ist besser als die Hand" sagt Petersen. Am besten sucht man sich dann auch noch eine Spülmaschine aus, die einen sehr niedrigen Wasserverbrauch hat - das erkennt man an der Energieeffizienzkennzeichnung. "Da sollte man schon das Beste nehmen", rät Petersen. Gleichzeitig sollten Verbraucher das Gerät so auslasten, wie es möglich ist. Das bedeutet: Eine Maschine sollte nicht halbvoll laufen. Das gilt auch für die Waschmaschine.

Im Garten: Wer sein Gemüse im Hausgarten spült, stellt eine Schüssel darunter. So fängt er das Wasser ab und kann es danach zum Blumen gießen verwenden. "Der Effekt ist, dass die ausgespülten Mineralien den Blumen zugutekommen", erklärt Müller.

Beim Einkaufen:Viel Wasser wird auch in der Produktherstellung verbraucht. Kaffee und Baumwolle etwa seien sehr wasserintensiv, erklärt Petersen. Eine Alternative ist, Bio-Produkte zu wählen: In der Regel haben Flächen für ökologischen Anbau nämlich einen geringeren Wasserverbrauch, erklärt Petersen. Nach Möglichkeit gilt auch, auf Plastik zu verzichten, denn für die Herstellung werde sehr viel Wasser benötigt, sagt Müller. Statt Plastikflaschen können also Glasflaschen in den Einkaufskorb wandern.

Sonst ist es aber schwierig, am Produkt zu erkennen, wie wasserintensiv es in der Herstellung war. Als genereller Tipp gilt deshalb, Produkte einfach so lange wie möglich im Kreislauf zu halten. Ein Beispiel dafür ist, ein T-Shirt auch mal Second-Hand zu kaufen, sagt Petersen.

Beim Autowaschen: Viele Autofahrer waschen ihr Fahrzeug am liebsten von Hand. Ökologisch ist das keine gute Lösung. "Damit schadet man der Umwelt", so Müller. Denn entweder versickert das Wasser in der Erde oder muss aufwendig im Klärwerk aufbereitet werden. Dagegen verwenden Waschanlagen laut Müller so viel Wasser, wie sie benötigen. Das Waschwasser bereiten sie wieder auf.

Zum Schluss: Wer sich bei der ganzen Wassersparerei Sorgen macht, dass die Rohre sich zusetzen, weil zu wenig hindurchfließt, für den hat Müller einen Rat: Einmal im Monat gießt er etwas Essigessenz in den Abfluss, damit sich nicht zu viel Kalk absetzt. Sie sei außerdem komplett abbaubar.

dpa

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