Das Kunsthandwerkliche bekommt wieder stärkeren Einfluss auf die Gestaltung der Wohnaccessoires. So experimentieren die Hersteller von Schalen und Vasen beispielsweise mit Lasuren und Lacken. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Jean-Luc Valentin
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Das Kunsthandwerkliche bekommt wieder stärkeren Einfluss auf die Gestaltung der Wohnaccessoires. So experimentieren die Hersteller von Schalen und Vasen beispielsweise mit Lasuren und Lacken. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Jean-Luc Valentin

Trends bei Wohnaccessoires: Mehr Handwerkliches und Folkloristisches

Was bei Kissen, Figuren und sonstigen Dekorationen für den Wohnraum 2016 angesagt ist, zeigen die Designer und Unternehmen ab Freitag auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt. Einen Ausblick gibt die Messeleiterin schon mal: Es bleibt rustikal.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Grober Strick, kunsthandwerkliche Einflüsse und satte Naturfarben wie ein kräftiges Orange und strahlendes Grün: Der Landhausstil dominiert weiterhin einen großen Teil der Wohnaccessoires und Dekorationen.

Doch er ändert sich in 2016 leicht. "Rustikal, aber edel", beschreibt Nicolette Naumann, Bereichsleiterin der Konsumgütermesse Ambiente, die neueste Entwicklung dieses Einrichtungsstils. Auf der Schau in Frankfurt am Main werden Designer und Händler sich (12. bis 16. Februar) darüber austauschen.

"Die Sehnsucht nach dem Land bleibt ein Thema, aber in einer verfeinerten Variante", erklärt die Trendexpertin. "Es geht etwas weg vom Rustikal-Ländlichen und mehr hin in Richtung Boheme." Deutlich wird das durch stärkere Einflüsse des Kunsthandwerkes und des Folkloristischen.

Naumann fällt besonders auf: Hersteller von Schalen und Vasen experimentierten mit Lasuren und Lacken. Sie setzen ihnen zum Beispiel Rostpartikel zu, um neue Optiken zu erzielen. Eine zweite größere Neuheitenwelle, die die Expertin im Vorfeld der Messe ausmachte, sind verstärkt neue Strukturen etwa von Geschirr und Dekorationen. Sie wirkten ein wenig wie mit der japanischen Origami-Technik hergestellt oder kaleidoskopisch, also mit wechselnder Wirkung je nach Blickwinkel.

Als Beispiel dafür nennt Naumann "irregulär geformtes Kunststoffgeschirr, das aber aussieht, als wäre es Kristallglas". "Wir sehen hier ganz neue, sehr lebhafte Strukturen", so die Messeleiterin. Experimente mit 3D-Druckern gehörten auch dazu. "Es wirkt etwas futuristisch, aber auch ganz elegant."

Und die Farbtrends? Viele Wohndekorationen tragen nun Töne, was Naumann als "pastöse Neonfarben" bezeichnet, "also Neonfarben, die nicht pur sind, sondern mit Weiß oder Grau abgedämpft". So geht das Textmarker-Gelb in ein strahlendes Zitronengelb über. Gerade die kaleidoskopischen Wohnaccessoires tragen diese Töne - sie sind durchscheinend, aber eben in Neonfarben. Der Vorteil: "Das hat dann nicht diesen aufdringlichen Knatsch-Effekt", erklärt Wohnexpertin Naumann. Sie sind alltagstauglicher.

Messe Ambiente

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