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Hagebutten entstehen aus den Blüten von Rosen. Allerdings kann nicht jedes Exemplar die Früchte produzieren - vornehmlich gelingt das Wildrosen wie der Kartoffelrose (Rosa rugosa). Foto: Andrea Warnecke

Vor allem Wildrosen tragen im Herbst Früchte

Mancher Hobbygärtner wartet vergeblich darauf, dass seine Rose im Herbst Hagebutten bildet. Nur wenigen Gartenrosen gelingt das. Vor allem Wildrosen bilden die orangen, roten oder schwarzen Früchtchen.

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Nicht jede schöne Rose trägt im Herbst auch Früchte. Vornehmlich Wildrosen bilden Hagebutten. Am bekanntesten sind wohl die Hundsrose (Rosa canina) sowie die vornehmlich in Norddeutschland verbreitete Kartoffelrose (Rosa rugosa).

Beide tragen scharlachrote Früchte. Als Alternativen nennt die Bayerische Gartenakademie die Bibernellrose (Rosa spinosissima, auch als Rosa pimpinellifolia zu finden) mit dunkelroten bis schwarzen Früchten und die Mandarin-Rose (Rosa moyesii 'Geranium') sowie die Hechtrose (Rosa glauca). Wichtig ist für Wildrosen viel Platz im Garten, denn sie wachsen ausladend in die Höhe und in die Breite.

Unter den Gartenrosen bilden nur einige wenige die hübschen Früchte im Herbst aus. Beispiele sind die Strauchrose 'Mozart' und die Kleinstrauchrose 'Canzonetta' sowie die Ramblerrose 'Bobby James', die Kletterrose 'New Dawn', die Bodendecker 'Ravenna' und 'Apfelblüte'.

Auch die Strauchrose mit dem Namen 'Herzogin Friederike' produziert karminrote Hagebutten. Wichtig ist aber bei allen Exemplaren, dass der Hobbygärtner im Sommer die welken Blüten nicht abgeschnitten hat. Denn daraus entstehen die Hagebutten, in denen die Pflanze ihre Samen weitergibt.

Hagebutten sind nicht nur an der Pflanze ein hübscher Schmuck, sie werden auch gerne für herbstliche Sträußen oder Dekorationen verwendet. Und natürlich sind sie Nahrung für Tiere. Menschen machen daraus gerne Konfitüre, Liköre oder aus den getrockneten Schalen Tee.

Tipp der Gartenakademie

Liste mit Hagebutten-Rosen der Gartenakademie

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