Kaminholz muss zum Zeitpunkt des Verbrennens gut getrocknet sein. Vorgeschrieben ist ein Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent. Foto: Andrea Warnecke
+
Kaminholz muss zum Zeitpunkt des Verbrennens gut getrocknet sein. Vorgeschrieben ist ein Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent. Foto: Andrea Warnecke

Vorbereitung auf Heizsaison: Brennholz muss oft erst lagern

Werden die Tage herbstlich, sehnen sich viele wieder nach gemütlichen Abenden vor dem Kaminfeuer. Wer dafür selbstgeschlagenes Holz verwenden möchte, muss jedoch lange Lagerzeiten einplanen.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Wer Brennholz direkt von einem Waldbesitzer kauft oder sogar selbst schlägt, kann dieses noch nicht im kommenden Winter verheizen. Denn die Scheite sind noch zu feucht.

Die feuchten Holzstücke haben einen zu geringen Brennwert. Außerdem bildet sich viel Rauch und Feinstaub, wenn die Scheite zu früh im Ofen abgebrannt werden - zu viel laut Gesetz.

Vorgeschrieben ist ein Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent zum Zeitpunkt des Verbrennens, das entspricht einem Wassergehalt von rund 20 Prozent. Unter dem Wassergehalt versteht man die Masse des Wassers im Holz bezogen auf die Gesamtmasse. Der Feuchtegehalt steht für die Masse des Wassers bezogen auf die Trockenmasse des Holzes.

Frisch geschlagenes Holz muss daher erst an einem gut belüfteten, möglichst sonnigen und vor Regen geschützten Ort trocknen, erklärt der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) in Frankfurt am Main.

Wird die Oberfläche des Holzstücks durch Zersägen und Spalten vergrößert, verdunstet das Wasser aus dem Holz besser, erläutert der Bauernverband Landvolk Niedersachsen. Die Scheite sollten dann möglichst an der Südseite eines Gebäudes und mit ausreichend Belüftung lagern. Je nach Scheitgröße und Holzart kann das rund zwei Jahre dauern. Wer Brennstoffe im Fachhandel oder im Baumarkt kauft, erhält in der Regel fertig getrocknetes Kaminholz.

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Recycling-Gesetz: Elektroschrott per Post abgeben

Der zu schwache Föhn, der ausgediente DVD-Player oder das alte Handy: Im Alltag gibt es ständig Elektro-Geräte, die entsorgt werden sollen. Dabei muss der Handel nun …
Recycling-Gesetz: Elektroschrott per Post abgeben

Welche Rechte Mieter haben: Defekte oder fehlende Badewanne

In der eigenen Badewanne Kapitän sein und mit den Quietscheenten schwimmen - das wünscht sich mancher Mieter. Ein Recht auf eine Wanne haben sie allerdings meist nur, …
Welche Rechte Mieter haben: Defekte oder fehlende Badewanne

Gladiolen: Thripse lassen Blüte verkrüppeln

Sie sind klein, aber können großen Schaden anrichten. Thripse sind sehr kleine Insekten und können mit ihrem Befall für eine Verkrüpplung der Blüte der Gladiole sorgen. …
Gladiolen: Thripse lassen Blüte verkrüppeln

Es dem Einbrecher schwermachen: Haustüren nachrüsten

Die Zahl der Einbrüche in Privathäuser und Wohnungen ist 2015 stark angestiegen. Das verunsichert. Wie kann ich mein Eigenheim vor Einbrechern schützen? Vor allem …
Es dem Einbrecher schwermachen: Haustüren nachrüsten

Kommentare