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Wer wohnt denn da? Gegen Wühlmäuse dürfen Hobbygärtner etwas unternehmen, gegen Maulwürfe nicht. Foto: Hilke Segbers

Wühlmäuse im Garten: Maßnahmen im Herbst ergreifen

Im Herbst, wenn das Nahrungsangebot im Garten langsam weniger wird, fallen Wühlmäuse eher auf Fallen herein. Dann ist also eine gute Zeit für den Hobbygärtner, die Schädlinge zu bekämpfen. Allerdings haust nicht in jedem Gang eine Wühlmaus.

Bonn (dpa/tmn) - Wühlmäuse im Garten lassen sich am besten im Spätherbst bekämpfen, wenn der Boden noch nicht gefroren ist. Aber erst einmal gilt es herauszufinden, ob es sich bei dem Tier im Boden um eine Wühlmaus oder einen Maulwurf handelt. Letzterer steht nämlich unter Naturschutz.

Daher sollte der Hobbygärtner etwa 20 bis 30 Zentimeter eines Gangs aufgraben und die beiden Öffnungen zum Kanal von loser Erde befreien. Dann jeweils eine Möhre hineinstecken, rät die LandwirtschaftskammerNordrhein-Westfalen. Wohnt eine Wühlmaus im Gang, wird sie die Möhre annagen und bald den Gang wieder verwühlen, vor allem bei kalter Witterung. Ein Maulwurf würde hingegen unter dem Bereich einen neuen Gang graben.

Eine Drahtfalle kommt in den verwühlten Gang, der dafür vorsichtig wieder freigelegt wird. Der Großring muss an der Wand des Gangs fest anliegen. Notfalls sollte der Hobbygärtner auch eine Grassonde unter die Spannfelder legen und das Endstück der Falle in diese hineindrücken, damit die Falle festsitzt. Ähnlich werden andere Fallentypen in die Gänge geschoben. Als Köder dienen Möhren, Apfel, Kartoffel- oder Selleriestücke.

Aber Wühlmäuse wittern schnell Gefahr. Daher raten die Experten, neue Fallen erst einige Zeit der Witterung auszusetzen. Und Hobbygärtner sollten Handschuhe beim Aufstellen tragen oder zumindest die Hände mit Erde einreiben.

Wühlmäuse fressen vor allem Wurzeln von jungen Obstbäumen und Sträuchern oder sie knabbern an Blumenzwiebel und Wurzelgemüse. Sie legen unterirdisch Gänge an oder besiedeln die verlassenen Systeme von Maulwürfen.

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