Etwa alle zwei Jahre sind die Töpfe so durchgewurzelt, dass Pflanzen ein größeres Gefäß brauchen. Foto: Kai Remmers
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Etwa alle zwei Jahre sind die Töpfe so durchgewurzelt, dass Pflanzen ein größeres Gefäß brauchen. Foto: Kai Remmers

Zimmerpflanzen alle zwei Jahre umtopfen

Bonn (dpa/tmn) - Zimmerpflanzen müssen nicht jedes Jahr umgetopft werden. Alle zwei Jahre hält der Zentralverband Gartenbau für den idealen Rhythmus - im Frühjahr ist dafür ein guter Zeitpunkt.

Die Pflanzen zeigen selbst an, wann es wichtig ist, sie umzutopfen: Die Wurzeln wachsen aus dem Topfboden oder über den Topfrand hinaus. Das ist etwa alle zwei Jahre soweit. Der neue Topf sollte aber nicht mehr als ein oder zwei Nummern größer sein, betont der Zentralverband Gartenbau in Bonn.

Gut ist ein spezielles, hochwertiges Substrat für Zimmerpflanzen. Es hat eine lockere und krümelige Struktur. Das Verhältnis grober und feiner Bestandteile ist ideal, so dass die Wurzeln ausreichend Halt bekommen. Außerdem erhalten sie damit noch Luft und Sauerstoff, was für eine gesunde Entwicklung wichtig ist.

Diese Erde eignet sich auch für Palmen und Farne, aber nicht für Moorbeetpflanzen, Orchideen oder Kakteen. Moorbeetpflanzen benötigen zum Beispiel ein Substrat mit besonders niedrigem pH-Wert. Oftmals werden solche Spezial-Substrate mit sogenannten Atmungsflocken aus natürlichem Vulkan-Gestein versetzt, was die Strukturstabilität verbessert und für eine gleichmäßige Wasserführung im Wurzelbereich sorgt. Nach dem Umtopfen sollte der Hobbygärtner rund sechs Wochen lang nicht düngen.

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