Viele Kinder vertun bei den Hausaufgaben eine Menge Zeit. Doch auch aus ihnen können fleißige und schnelle Lerner werden. Foto: Peter Steffen
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Viele Kinder vertun bei den Hausaufgaben eine Menge Zeit. Doch auch aus ihnen können fleißige und schnelle Lerner werden. Foto: Peter Steffen

Zeitaufwand bei Hausaufgaben nicht unbedingt entscheidend

Auch wenn Kinder sich bei den Hausaufgaben nach Kräften bemühen, ist der Lernerfolg oft enttäuschend. Damit Schüler zu Hause mit dem Stoff besser vorankommen, brauchen sie viel Lob.

Tübingen (dpa/tmn) - Ob Hausaufgaben gut oder schlecht gelingen, ist nicht direkt vom Zeitaufwand abhängig. Wichtiger ist die Art und Weise, mit der Schüler die Aufgaben angehen. Das fanden Forscher der Universität Tübingen heraus.

Die Experten identifizierten fünf Hausaufgabentypen. Besonders schwer haben es demnach die "sich abmühenden Lerner". Sie sitzen lange an den Hausaufgaben und erzielen trotzdem kein gutes Ergebnis. Ziel sollte es sein, solche Kinder in die "fleißig und schnell"-Kategorie zu bekommen. Dabei spielen den Forschern zufolge Motivation und Selbstregulation eine große Rolle.

Wie genau das gelingen kann, wollen die Forscher noch herausfinden. Bekannt ist allerdings schon, dass es hilft, bei den Stärken des Kindes anzusetzen und es nicht zu überfordern. Erfolg motiviert dann zu schwereren Aufgaben. Ganz wichtig ist auch, dass Eltern das Kind loben - auch bei Teilerfolgen.

Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie das Hausaufgabenverhalten von knapp 2000 Achtklässlern im Fach Französisch. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Learning and Instruction" veröffentlicht.

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