Cake-Pops mit Häschen-Gesichtern sind eine hübsche Alternative zu Ostern. Foto: Therese Lehnart
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Cake-Pops mit Häschen-Gesichtern sind eine hübsche Alternative zu Ostern. Foto: Therese Lehnart
Die Häschen-Cake-Pops bestehen aus einem Schokoladenkuchenboden, flüssiger Schokolade und Frischkäse. Foto: Therese Lehnart
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Die Häschen-Cake-Pops bestehen aus einem Schokoladenkuchenboden, flüssiger Schokolade und Frischkäse. Foto: Therese Lehnart
Sieht echt aus, schmeckt aber süß: "Das Vegane Ei" ist eine Empfehlung von Patissier René Frank. Foto: La Vie/Jens Lintel
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Sieht echt aus, schmeckt aber süß: "Das Vegane Ei" ist eine Empfehlung von Patissier René Frank. Foto: La Vie/Jens Lintel
Achtung herzhaft! Die Brottorte sieht zwar süß aus, besteht aber aus Zutaten wie Frischkäse, Gouda, Wurst, Gewürzgurkenwasser - und natürlich Brot. Foto: Therese Lehnart
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Achtung herzhaft! Die Brottorte sieht zwar süß aus, besteht aber aus Zutaten wie Frischkäse, Gouda, Wurst, Gewürzgurkenwasser - und natürlich Brot. Foto: Therese Lehnart
Therese Lehnart ist Bäckermeisterin und Mitglied im Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Foto: Christian Brouwer
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Therese Lehnart ist Bäckermeisterin und Mitglied im Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Foto: Christian Brouwer

Zu Ostern selbst gemacht: Häschen-Cake-Pops und Nougat-Eier

Zu Ostern ist das Fasten vorbei: Beim Brunch mit der Familie darf wieder geschlemmt werden. Aber welche Leckereien passen gut auf die Ostertafel oder ins Körbchen der Kinder?

Berlin (dpa/tmn) - Ein Happs hier, ein Happs dort: Zum Osterbrunch dürfen es gerne kleinere Leckereien seien. Sie machen auf der Festtafel etwas her. Und passen zum Teil auch in den Osterkorb der Kinder. Ein paar Ideen von Experten:

Mit Schokolade: Eine witzige Idee hat Therese Lehnart vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks: österliche Cake-Pops. Dafür backt sie zunächst einen Schokoladenkuchenboden. Den zerbröselt man und vermischt ihn mit flüssiger Schokolade und Frischkäse, erklärt Lehnart. Mit der klebrigen Masse lassen sich dann Eier formen. "Dann werden sie auf Holzspieße aufgespießt" - und kommen ab in den Kühlschrank. Sind die Cake-Pops fest, schmilzt Lehnart weiße Schokolade und taucht sie darin ein. Jetzt fehlt noch die Dekoration: Aus den Cake-Pops können etwa bunte Eier werden oder Häschen. In Folie verpackt passen sie ins Osterkörbchen.

Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbunds, empfiehlt einen Klassiker: gefüllte Desserteier. Sie herzustellen, ist aber nicht ganz leicht. Anfänger wählen am besten eine Nougatfüllung. Denn Nougat sei leicht zu verarbeiten - er müsse nur noch leicht erwärmt werden, erklärt Schenk.

Beim Untermischen von anderen Zutaten ist Kreativität gefragt: Schenk empfiehlt für Kinder etwa Mini-Marshmallows oder kleine Schokolinsen. Oder man zerbröselt eine Waffel, dann knuspert es später. Bei den Eierformen empfiehlt Schenk, sie einfach zu kaufen. Diese selbst herzustellen, sei zu kompliziert, denn dafür müsse die Kuvertüre perfekt gehandelt werden. In das gekaufte Hohlei kommt oben durch das Loch die Füllung, dann wird es mit Schokolade versiegelt, erklärt der Experte.

Mit Ei: Klar, das Ei steht zu Ostern im Fokus. Es muss aber nicht nur als Formgeber beim Dessert-Ei herhalten. Wer mit den Kindern Eier ausbläst, hat schließlich viel Ei übrig zur Verwendung. Wie kann es beim Oster-Brunch Verwendung finden? Etwa als süßes Dessert: Kaiserschmarrn mit Eierlikör-Vanillesoße, schlägt Lehnart vor. "Kaiserschmarrn ist ein Gericht mit viel Ei."

Und sie hat gleich noch einen Vorschlag für etwas Deftiges: eine Brottorte. Statt Tortenboden nimmt man eine Scheibe Brot. Darauf kommt Frischkäse und Gouda, wieder eine Scheibe Brot, das mit Gewürzgurkenwasser beträufelt wird. Darauf wieder Frischkäse und zum Beispiel etwas Wurst und eine Scheibe Gurke, dann noch einmal Brot. Die Brottorte - natürlich gern in Form eines Eis - ummantelt Lehnart mit Frischkäse. Und obendrauf kommen dann Scheiben vom gekochten Ei und zum Beispiel eine Möhre.

Auch mit dem Vorschlag von Patissier René Frank wird man Ei los: Er schlägt Tartelettes mit Eiercreme vor. Dafür macht man einen Mürbeteig und füllt dann eine Masse aus Ei, Sahne, Zucker und Vanille auf den Teig in die Tartelette-Form. Nach dem Backen streut Frank noch etwas Zucker auf die Tartelettes und flämmt sie mit einem Brenner ab.

Sieht aus wie Ei: Bloggerin Kathrin Runge empfiehlt den Spiegeleikuchen. "Der besteht aus einem Rührteigboden." Darauf kommt eine Creme etwa aus Quark oder Frischkäse. Darauf wiederum kommen Aprikosen- oder Pfirsichhälften. Anschließend schneidet man die einzelnen Partien mit den Früchten aus - und schon hat man kleine Küchlein, die aussehen wie Spiegeleier, beschreibt Runge, die unter www.backenmachtgluecklich.de ihren Blog "Glücksbäckerei" betreibt.

Ein Ei für Veganer schlägt René Frank vor: Dafür füllt er in gesäuberte Eierschalen Tofuschaum und Mangosoße. Letztere sieht in dem Schaum dann wieder aus wie das Eidotter im echten Ei. "Es muss nicht immer Butter und Sahne sein", findet Frank. Das Ausfüllen der Eier sei außerdem eine schöne Aufgabe, die man mit Kindern gemeinsam machen kann.

Mit Karotte: Neben Schokolade und Ei darf eine typische Zutat nicht fehlen: Möhren. Der Klassiker ist in diesem Zusammenhang der Rübli-Kuchen. "Da finde ich immer schön, wenn man etwas Pep durch besondere Gewürze reinbringt", sagt Bloggerin Runge. Sie empfiehlt zum Beispiel, Tonkabohne oder Muskatnuss in den Teig zu reiben. Auch ein Möhren-Nuss-Brot schmecke zum Osterbrunch.

Lehnart schlägt vor, den Rübli-Kuchen abzuwandeln - und den Teig etwa in Muffinförmchen zu füllen, um daraus Fingerfood zu machen. Mit Marzipan und Pistazien lassen sich die kleinen Rübli-Küchlein dekorieren.

Sieht aus wie Karotte:Die Möhre muss ja nicht immer aus Möhre bestehen: Aus Marzipan ziert sie süße Oster-Leckereien, zum Beispiel Muffins. Lehnart rät, grünes Marzipan durch eine Knoblauchpresse zu drücken und auf den Muffins zu dekorieren. "Dann hat man Gräser." Auf das Gräser-Nest kommt dann die Marzipan-Möhre.

Mit Geflochtenem: Konditoren-Chef Schenk empfiehlt, aus Hefeteig einen Kranz zu flechten. In die Mitte kommt ein gekochtes oder hohles Ei, um die Kranz-Form zu halten. Wichtig: "Kein rohes Ei mitbacken im Ofen, das platzt!" Anschließend tauscht Schenk das mitgebackene Ei mit einem bunten. Das sei eine schöne Dekoration für die Oster-Tafel, außerdem schmecke der Kranz sehr gut mit etwas Butter und Marmelade.

Lehnart backt sogar einen geflochtenen Osterkorb: Dafür legt sie Hefeteig in Streifen über eine umgedrehte und backofenfeste Schüssel, so dass ein Gitter entsteht. Zwei Teigstreifen flechtet und backt sie extra. Sie werden nachher mit Nadel und Strick am gebackenen Korb befestigt und dienen als Henkel.

Sieht aus wie Häschen: "Süß finde ich kleine Hefehäschen", sagt Runge. "Die kann man schön mit Marmelade essen." Außerdem lassen sich diese prima mit Kindern backen. Man kann aus dem Teig kleine Kugeln rollen: So entstehen Bauch und Kopf. Dann die Ellipsen für die Ohren formen. Mit Rosinen und Mandelstückchen entsteht das Hasengesicht. Wer einen Ausstecher in Hasenform hat, kann natürlich auch diesen nutzen. "Das verzieht sich ein bisschen wegen der Hefe", sagt Runge - es funktioniere aber auch.

Die Häschen lassen sich auch herzhaft zubereiten. Dafür nimmt Lehnart zum Beispiel Blätterteig und sticht größere Häschenformen aus. Dann kommt etwa Hackfleischfüllung auf einen Hasen, den Rand streicht Lehnart mit Wasser ein: Der zweite Hase kommt nun darauf und wird an den Seiten angedrückt. Nun noch mit etwas Ei bestreichen.

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