Angst vor Giftködern: Hundehalter wollen sich zur Wehr setzen

Bad Tölz - Viele Tölzer Hundehalter sind verunsichert. Nachdem in den vergangenen Wochen in der Stadt vermehrt Giftköder gefunden wurden, „ist jeder in Habachtstellung“, sagt Camilla Plöckl.

Dieses Stimmungsbild herrschte auch beim jüngsten Hundestammtisch vor, den die Fußpflegerin und SPD-Stadträtin regelmäßig organisiert. Doch die Hundebesitzer wollen sich zur Wehr setzen und den Tätern notfalls mit Hilfe von sogenannten Mantrail-Hunden auf die Spur kommen.

Solche speziell geschulten Hunde könnten die Fährte der Köderleger aufnehmen, erklärt Stephanie Lang von Langen. Die Gaißacher Tierpsychologin ist in der Rettungshundestaffel des Arbeitersamariterbundes München aktiv und bildet Mantrail-Hunde aus. „Jeder Mensch verliert permanent Hautschuppen und hinterlässt sie an Gegenständen, die er berührt“, sagt sie. „Wenn sich diese Schuppen zersetzen, entstehen Gase, die die Hunde als menschlichen Eigengeruch identifizieren.“ An den Giftködern könne ein trainierter Vierbeiner somit die Spur desjenigen aufnehmen, der die tödliche Wurst präpariert hat. Die Mitglieder des Hundestammtischs denken nun darüber nach, bei einer Hundestaffel für den Einsatz eines solchen speziellen Spürhunds anzufragen. „Wir wollen zeigen, dass wir dieser Sache nicht hilflos gegenüberstehen“, sagt Lang von Langen.

(ast)

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