In künstlerischen Fotos lässt Michael Fackelmann die Erinnerungen an die Erfolgszeiten des Spaßbades wieder aufleben.

Ausstellung über das Spaßbad

„Servus Alpamare“

Bad Tölz - Das Alpamare ist geschlossen. Wie es im Inneren aussah und was heute daraus geworden ist, zeigt der Fotograf Michael Fackelmann ab Samstag beim Kunstverein Tölzer Land in der Ausstellung „Servus Alpamare!“

Fotograf Michael Fackelmann, außerdem noch Filmemacher und Autor, war von Mai bis August 2015 mehrmals im Alpamare, auch vor und nach dem offiziellen Betrieb. „Kurz vor der Schließung besuchte ich das Bad zum ersten Mal und war begeistert über seinen aus der Zeit gefallenen Charme“, sagt der Künstler. Begleitend zu den Bildern zeigt er einen Fotofilm, den er mit Klaus Wagenhäuser gefertigt hat. Der Streifen dauert 32 Minuten. 

Fackelmann hat in jedem Bereich des Bades gefilmt und fotografiert. Der Besucher kann die Fotografien im Film und im Ausstellungsraum auf sich wirken lassen. Der Film ist vor allem unter künstlerischem Aspekt zu sehen. Das Auge entdeckt Linien, Farben und Perspektiven. Die bunten Kacheln in der ehemaligen Cafeteria, häufig Fische darstellend, bekommen wahrscheinlich erst hier ihre verdiente Aufmerksamkeit. Aussagekräftig ist auch der Anblick der alten Surfbretter in der trockenen Anlage. 

Eine verwirrende Aufnahme ist Fackelmann nach einem Regenguss gelungen. Auf den ersten Blick weiß der Betrachter nicht, ob er durch eine Mauer blickt oder ob sich der Schriftzug „alpamare“ in einer Pfütze spiegelt. „Bei dieser Fotografie wurde lediglich das Wort bildtechnisch umgedreht, um es lesen zu können“, verrät der Fotograf. Sonst hat er seine Bilder kaum bearbeitet. 

Nach all den Eindrücken stellt sich beim Betrachter, der das Spaßbad noch kannte, durchaus so etwas wie Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“ ein. Viele Aufnahmen könnten jedoch auch aus jedem anderen Familienbad stammen. Das Besondere besteht aber zum einen darin, dass das Tölzer Exemplar das erste seiner Art war, und zum anderen, dass es jetzt nicht mehr existiert. Emotionen erweckt Fackelmann durchaus mit den anonymen Zwischentexten im Film, etwa: „Früher konnte jeder seine Steaks mitbringen und grillen. Dabei habe ich meine Frau kennengelernt.“ Oder am Ende: „Alpamare – wir vermissen dich!“ 

Nur gut, dass Fackelmann nicht auch noch die Bilder von der eingefallenen Traglufthalle zeigt. „Die Maschinen wurden abgeschaltet, das kostet ja viel Geld. Aber die große weiße Plane liegt jetzt einfach im leeren Becken“, sagt der Fotograf. Fackelmann will sich nicht in die politische Diskussion um das Alpamare, sprich in den Streit zwischen Stadt und Besitzer Anton Hoefter, einmischen. „Mir geht es um die Dokumentation.“. Aber seine Ausstellung führt genau zu dieser Diskussion und zu den immer wieder gestellten Fragen: Wer ist schuld an der Schließung? Wie geht es mit „Bad“ Tölz weiter? Zur Vernissage will auch Anton Hoefter kommen – und ein paar Worte sagen.

Die Vernissage findet am Samstag, 4. Juni, um 19 Uhr im Kunstsalon (Marktstraße, über Café Volkland) statt. Geöffnet ist freitags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr. Die Finissage ist am Sonntag, 19. Juni, von 16 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. (bib)

<center>Christbaumschmuck "Gemse" mundgeblasen</center>

Christbaumschmuck "Gemse" mundgeblasen

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