+
Basisstation des Ramsauer Nahwärme-Netzes: Josef Birzele, Geschäftsführer der „Bürgergemeinschaft Ramsau “ (re.) mit den beteiligten Hauseigentümern (v. li.) Kathi und Udo Denk (v.l.) sowie Josef Bergmann.

Bürgergemeinschaft Ramsau

Gute Heizwerte, wenig Hackschnitzel

Bad Heilbrunn/Ramsau - Das von Bürgern geschaffene Nahwärme-Netz in Ramsau läuft bestens. Seit bald zwei Jahren versorgt es zehn Häuser in dem 150-Einwohner-Ort. Das Gemeinschaftsprojekt fördert auch die Beziehungen zwischen den Nachbarn.

Das Nahwärme-Netz, das zehn Ramsauer Hauseigentümer zusammen aufgebaut haben, wird im Oktober zwei Jahre alt. Zeit für eine erste Bilanz: „Es läuft wunderbar. Wir haben beste Heizwerte und einen sehr geringen Hackschnitzelverbrauch“, freut sich Josef Birzele. Der Geschäftsführer der für das Projekt gegründeten „Bürgergemeinschaft Ramsau“ (BGR) berichtet, dass im ersten Jahr nur 600 Schüttraummeter Hackschnitzel für den Betrieb der Anlage verwendet wurden. Die gesamten Rohstoffe habe man aus den eigenen Wäldern gewonnen. Fünf der sieben Gesellschafter sind Landwirte, die ihr Holz zur Verfügung stellen. Die Basis des 500 Meter langen Nahwärme-Netzes, das die zehn Häuser versorgt, liegt in einem Nebengebäude des Gasthauses Ramsau. Unter dicken Deckenrohren steht dort ein 12 100 Liter fassender Pufferspeicher. Er besteht aus zwei Kesseln, die 400 Kilowatt Leistung liefern können. „Wir fahren mit 320 bis 330 Kilowatt, haben also noch Reserve“, erklärt Birzele. Weitere der rund 150 Anwohner in Ramsau könnten sich dem Netz jederzeit anschließen.

Die Teilnahme ist allerdings mit ein wenig Arbeit verbunden. Täglich wird kontrolliert, ob alles läuft. Alle zwei Wochen muss jemand die Asche aus den Kesseln entsorgen, alle sechs Wochen befüllen die Hauseigentümer in zweistündiger Arbeit die Anlage neu. „Man wechselt sich ab. Da gibt es keine Probleme“, sagt Birzele, der sich an einem Stammtisch regelmäßig mit seinen Mitstreitern trifft. „Das Netz hat auch das nachbarschaftliche Miteinander gefördert.“ Eine Grundvoraussetzung, die auch für kommende Generationen gelten soll: Das Projekt ist auf 50 Jahre Laufzeit angelegt.

Umgesetzt haben es die Bürger über Kredite aus dem Programm für erneuerbare Energien der KfW-Bank und durch Zuschüsse des Bundesministeriums für Energie. Laut BGR-Geschäftsführer Birzele flossen 70 000 Euro an Zuschüssen, wobei die Bürger zusätzlich selbst investiert hätten.

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Rehbockgehörn mit Strass</center>

Rehbockgehörn mit Strass

Rehbockgehörn mit Strass
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Meistgelesene Artikel

Google macht sich heute ein Bild von Bad Tölz

Google macht sich heute ein Bild von Bad Tölz

Schulausschuss beschließt PCB-Sanierung

Mit der Fassadensanierung an der Tölzer Förderschule wurde bereits begonnen. Insgesamt investiert der Keis über 9,2 Millionen Euro in Förder- und Realschule.
Schulausschuss beschließt PCB-Sanierung

Ganz viel Raum für Stille

Bad Tölz – Viele Kinder befinden sich in einem Hamsterrad aus Schule und Freizeit. Darum hat das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium einen Raum der Stille eingerichtet, der …
Ganz viel Raum für Stille

Kommentare