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Anbindung: Der geplante Supermarkt neben der B 472 soll nur über die in den Kreisverkehr einmündende Birkenallee anzufahren sein. Eine zweite Zufahrt im Südwesten (am linken Bildrand unten) hat der Bad Heilbrunner Gemeinderat abgelehnt. 

Keine zweite Zufahrt zum Heilbrunner  Supermarkt

Bad Heilbrunn - Der geplante Supermarkt soll ausschließlich über einen Kreisverkehr an der Bundesstraße erschlossen werden. Das beschloss der Heilbrunner Gemeinderat am Montagabend.

Die Supermarkt-Pläne in Bad Heilbrunn haben den nächsten bürokratischen Schritt gemacht: Der Gemeinderat billigte den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Sondergebiet „großflächiger Einzelhandel“. Dieser schließt auch den Bau eines Kreisverkehrs an der Bundesstraße und das Schaffen von 74 Stellplätzen mit ein.

Architekt und Stadtplaner Ferdinand Feirer-Kornprobst aus Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) hatte zuvor seinen Entwurf in der Sitzung am Montagabend vorgestellt. Wie berichtet wird das Metzgerei-Unternehmen Vinzenzmurr den Supermarkt auf dem Grundstück der ehemaligen „Blumenwiese“ bauen und Teile der Ladenfläche an einen Vollsortimenter – wohl Edeka oder Rewe – vermieten.

Zwei Änderungen regten die Gemeinderäte an: Norbert Deppisch (Grüne) beantragte, die rund 80 Jahre alten Birken, die für den Bau entfernt werden müssen, durch hochwüchsige Vogelbeerbäume auf der Westseite des Grundstücks zu ersetzen. Allgemein sieht der Bebauungsplan jede Menge Grün vor: Während entlang der Rückseite des Gebäudes und Richtung Westen eine dichte Bepflanzung geplant ist, sollen auf der Bundesstraßenseite nur punktuell Bäume eingesetzt werden, damit Autofahrer die Supermarkt-Tafeln noch erkennen.

Einig waren sich alle Räte darin, die zweite Zufahrt von der Tölzer- beziehungsweise Kochler Straße im Südwesten aus dem Bebauungsplan zu streichen. „Wenn wir schon einen Kreisverkehr bauen, dann sollte er auch benutzt werden“, sagte Konrad Specker (Freie Wähler). Die einzige Zufahrt erfolgt somit von der Birkenallee, die im Kreisverkehr mündet. Alles andere sei gefährlich, befand Deppisch. „Wir schaffen sonst eine neue Unfallstelle.“

Das Areal des Supermarkts berührt im Nordwesten ein Biotop. Für die Waldrodung wurde eine Ausgleichsfläche festgelegt: Westlich des Ramsauer Wegs wird die Gemeinde aufforsten. Zudem wird im Biotop eine Streuwiese angelegt.

Auf maximal 1200 Quadratmetern sollen die Heilbrunner Ende 2017 einkaufen können. Zunächst aber folgen weitere bürokratische Schritte. Der Bebauungsplanentwurf wird nun vier Wochen ausgelegt. Wenn es von privater und behördlicher Seite keine großen Einwände gibt, kann der Satzungsbeschluss erfolgen.

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