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Weil kaum noch Flüchtlinge im Landkreis ankommen, steht die zur Asylbewerberunterkunft umgebaute ehemalige Leonardis-Klinik noch immer leer. 

Bald Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Oberbayerm?

Leonardis-Klinik bleibt noch leer

Bad Heilbrunn - Im Prinzip ist in der ehemaligen Leonardis-Klinik in Bad Heilbrunn seit Monaten alles bereit, damit dort bis zu 100 Asylbewerber einziehen könnten. Doch der Flüchtlingsstrom in den Landkreis ist weitgehend abgerissen, das große Haus steht leer. Das soll nicht auf Dauer so bleiben. 

Leonardis-Klinik bleibt noch leer

Landkreis will Unterkunft für Asylbewerber der Regierung von Oberbayern als Gemeinschaftsunterkunft anbieten

Von Susanne Weiß

Bad Heilbrunn – Ein Mitarbeiter des Landratsamts geht regelmäßig durch die ehemalige Leonardis-Klinik, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Das Gebäude am Abt-Walther-Weg steht nämlich immer noch leer. Wie berichtet hat der Eigentümer es hergerichtet, damit etwa 100 Asylbewerber darin wohnen können. Der Freistaat hat es vor Monaten angemietet. Belegt wurde es bisher allerdings nicht. Wann es dazu kommt, ist nicht bekannt. „Derzeit werden dem Landkreis wöchentlich fünf bis zehn Asylbewerber zugewiesen, die wir anderweitig unterbringen können“, sagt Sabine Schmid von der Pressestelle des Landratsamts.

Weil die Leonardis-Klinik recht groß ist, gibt es für sie inzwischen den Plan, sie „der Regierung von Oberbayern anzubieten, um sie als Gemeinschaftsunterkunft zu prüfen“, so Schmid. Ein Gespräch dazu sei für September geplant. 

Für die Flüchtlinge und die Gemeinde Bad Heilbrunn macht es eigentlich keinen Unterschied, ob das Haus von Landkreis oder Regierung betrieben wird. Für den Landkreis hätte es aber den Vorteil, nicht für die Betreuung des Objekts zuständig zu sein. „Das wäre eine Riesenentlastung“, sagt Schmid.

Bisher wurden Asylbewerber in den Erstaufnahmeeinrichtungen in München registriert und an die Landkreise verteilt, die wiederum Raum schaffen mussten. Nun hat die Staatsregierung den Auftrag, Objekte zu prüfen und sich um die Gemeinschaftsunterkünfte zu kümmern.

Wird die Leonardis-Klinik eine Gemeinschaftsunterkunft, bleibt der Landkreis dennoch für zwei Aufgaben zuständig: „Wir müssen weiter die Hilfen ausbezahlen und bleiben zuständig für die Krankenhilfe.“

Bis die Unterkunft geprüft ist, bleibt die Leonardis-Klinik unbewohnt. „Es ist ein Balanceakt zwischen Leerstand und Notstand“, sagt Schmid. Niemand wisse, wie sich die Situation weiterentwickele. Grundsätzlich sei es eine gute Sache, dass die Regierung den Betrieb von Gemeinschaftsunterkünften übernehme. Wie sich das Konzept in der Praxis bewährt, sei freilich schwer vorauszusagen.

Eine Gemeinschaftsunterkunft betreibt die Regierung bereits in Wolfratshausen. Sie wurde Anfang Juni eröffnet und wird von 65 Personen bewohnt.

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