Entspannung pur soll das neue Spa „Natura Tölz“ bieten. Jetzt wurden die Sieger des Architektenwettbewerbs gekürt. Foto: dpa

Architektenwettbewerb „Natura Tölz“

Wellness-Bad: Sieger-Entwurf ist aus Graz

Bad Tölz – Über das geplante Spa „Natura Tölz“ ist schon viel diskutiert worden. Ein Bild, wie die Wellnessanlage zwischen Bockschütz- und Arzbacher Straße konkret aussehen könnte, haben aber wohl die wenigsten vor Augen. Das könnte sich in dieser Woche ändern: Ab Donnerstag, 3. November, sind die Entwürfe zu sehen, die im Zuge des Architektenwettbewerbs eingereicht wurden. Allen voran der Gewinner-Entwurf des Grazer Planungsbüros Pernthaler ZT GmbH.

Angepeilt hatte die Stadt eine Teilnehmerzahl von 21 Büros. 16 sind es am Ende geworden. Sechs Teilnehmer – drei österreichische und drei deutsche Büros – hatte die Stadt in Abstimmung mit den Projektentwicklern der Firma Redserve eingeladen. Ausgesucht wurden Büros, von denen man weiß, dass sie die nötige Erfahrung im Bäderbereich sowie mit öffentlichen Bauten haben. So konnte die Stadt sicher sein, dass auf jeden Fall ein Grundstock von sechs passenden Bewerbern dabei ist. Für die restlichen freien Plätze im Wettbewerb konnten sich bis Anfang Juli europaweit alle interessierten Büros bewerben.

Mitte Oktober fand die finale Bewertung der 16 eingereichten Entwürfe statt. „Vier Fachpreisrichter und drei Sachpreisrichter entschieden in einem standardisierten Verfahren über die Erstplatzierten“, berichtet Stadt-Pressesprecherin Isabella Wolfgruber. Unter den Preisrichtern waren Architekten und Planer, „Wellnessconsulterin“ Sylvia Glückert sowie Vertreter der Stadt: Vize-Bürgermeister Andreas Wiedemann, Kur-Direktorin Brita Hohenreiter und Bauamtsleiter Christian Fürstberger.

„Wir hatten wirklich 16 interessante Entwürfe dabei“, sagt Andreas Wiedemann. Auch das Auswahlverfahren fand der Vizebürgermeister „spannend. Ich habe ja zum ersten Mal an so etwas mitgewirkt“. Für ihn sei es wichtig gewesen, die Vorschläge „auch aus Betreibersicht zu bewerten“. Einfach ausgedrückt: Das neue Spa soll nicht nur schön sein, sondern sich auch wirtschaftlich führen lassen.

Einen ganzen Tag lang befasste sich die Jury mit den Entwürfen. Beim ersten Wertungsrundgang wurden städtebauliche Kriterien wie Außenraumgestaltung und Erschließung bewertet. In der zweiten Runde beurteilte die Jury architektonische Kriterien und die Funktionalität. Vier Vorschläge schafften es so in die finale dritte Wertungsrunde, in der jede Idee eingehend diskutiert wurde.

Am Ende gab es zwei vierte Plätze, einen zweiten Platz und einen Gewinner. „Wobei sich die beiden vorne Platzierten nicht viel nehmen“, sagt Wiedemann. Der Sieger habe vielleicht „architektonisch etwas mehr Schwung“, der zweite weise eher „einen Funktionsbau“ auf, erklärt der Vize-Bürgermeister.

Der Siegerentwurf des Grazer Planungsbüros besteht aus mehreren Gebäuden. Nach Meinung der Jury füge sich das Projekt deshalb gut in die landschaftliche Situation am Isarufer ein. Die eigenständigen Baukörper würden gekonnt zusammengeführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Einige Planungsdetails müssten allerdings noch weiterentwickelt werden. Beispielsweise geht es um die Frage, aus welchem Material die Fassade besteht. Auch der Restaurant-Bereich im Innenraum müsse noch gestaltet werden.

Detaillierter ausgearbeitet ist das zweitplatzierte Projekt, das aus einem dominierenden Baukörper besteht. Hier gefiel der Jury vor allem der dreigeschossige Luftraum im Innenraum sowie die raumhohe Verglasung über alle Stockwerke. Die Anordnung der Anbauten müsste allerdings überarbeitet werden.

Für Baumamtsleiter Christian Fürstberger war es „die richtige Entscheidung“, über einen Architekturwettbewerb nach einem passenden Entwurf zu suchen. So habe man die Möglichkeit gehabt, zahlreiche Planer und ihre Arbeiten kennenzulernen. Wiedemann hofft nun, dass möglichst viele Bürger die Möglichkeit wahrnehmen, die Entwürfe anzuschauen. „Es wird ein prägendes Projekt für die Stadt werden. Und es ist das erste Mal, dass man ein Gesicht zu dem Ganzen bekommt.“Rund 80 000 Euro an Preisgeldern hat die Stadt für die vier prämierten Entwürfe ausgeschüttet. Dass am Ende übrigens wirklich der Siegerentwurf umgesetzt wird, ist nicht sicher. Das letzte Wort hat hier die Stadt.

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