Schwimmerbecken Isarwelle Lenggries, Hallenbad, Erlebnisbad, Schwimmbad (Foto: Arndt Pröhl)
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Touristen in Lenggries können mit der Gästekarte unter anderem in die Isarwelle. "Gesundes Bad Tölz" würde dieses Angebot gerne erweitern.

„Gesundes Bad Tölz“

Vom Bad bis zu den Wanderwegen

Bad Tölz – Der Kur- und Tourismusverein „Gesundes Bad Tölz“ zieht Bilanz: Das geplante Spa wird „grundsätzlich begrüßt“.

Eher hinter den Kulissen arbeitet der Kur- und Tourismusverein „Gesundes Bad Tölz“. Da war die 70 Mitglieder zählende Organisation aber äußerst rege. Vorsitzender Hannes Zintel gab in der Jahresversammlung im Kurhaus einen Überblick. Das geplante städtische Spa „Natura Tölz“ war neben dem Bäderbus (wir berichteten) eines der Hauptthemen. „Wir begrüßen grundsätzlich die Entwicklung. Bad Tölz ohne Bad funktioniert einfach nicht“, sagte Zintel. Er sei der Stadt dankbar, dass auf Vorschläge eingegangen wurde. Einer davon war, die ursprünglich als reine Saunalandschaft geplante Anlage um Wasserflächen zu erweitern. Das sei ein Wunsch, der auch aus den Reihen der Vermieter kam. „Viele Hotels haben bereits eine Sauna“, aber Schwimmmöglichkeiten würden fehlen.

Mit Interesse schaut der Tourismusverein auch nach Lenggries. Dort gibt es seit einigen Jahren mit der Gästekarte plus eine All-Inklusive-Karte, mit der beispielsweise das Hallenbad Isarwelle beliebig oft frei genutzt werden kann, auch eine Bergbahnfahrt ist inbegriffen. „Wir hatten die Hoffnung, dass wir das im Bereich des Isartals erweitern können. Das wäre keine schlechte Sache. Aber eine Lösung ist momentan nicht in Sicht“, sagte Zintel.

Wichtig sind ihm und dem Vorstand die Wanderwege. „Das ist eine wesentliche Infrastruktur. Die Leute kommen hierher, um die Natur zu genießen.“ Umso essentieller sei die Pflege dieser Wege. Daher freut sich Zintel – er ist auch Chef der Blombergbahn –, dass die Gemeinde Wackersberg Mitglied im Verein ist. „Wanderwege sind ein Gemeindegrenzen übergreifendes Thema.“ Dass der Verein hier am Ball bleibt, findet Ralph Munkert gut. In seiner Rehaklinik Frisia hatte er im vergangenen Jahr eine Gästebefragung organisiert. 160 Besucher beteiligten sich. „Am wichtigsten ist den Leuten die Servicequalität. Gleich danach wird aber die schöne Umgebung genannt. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, so Munkert.

Für die weitere Verschönerung hätte Zintel auch noch einen Vorschlag. Er wünscht sich eine schönere Gestaltung der Ortseingänge. „Manche Orte im Oberland machen das besser als Bad Tölz.“ Beispielsweise werde man in Tegernsee von allen Seiten mit bepflanzten Inseln empfangen. Aber auch schön gestaltete Willkommensschilder würden Zintel gefallen. „Aber das lassen die rechtlichen Vorschriften nicht zu“, sagte Zintel und meinte damit die Ortsgestaltungssatzung der Stadt. Allerdings sei man hier an einer Lösung dran, betonte Kurdirektorin Brita Hohenreiter. „Generell versuchen wir einen Schilderwald zu vermeiden.“ Daher habe man sich auch für die großen Tafeln an den Einfallstraßen entschieden, auf denen alle Veranstaltungen zusammengefasst sind. „So wollten wir vermeiden, dass jeder einen eigenen Plakatständer aufstellt.“ Aber die Lösung sei „nicht ideal“, räumte Hohenreiter ein. Beim Vorbeifahren registriere man in der Regel nur eine Veranstaltung. „Wir machen uns gerade kundig, wie man das anders machen könnte. Bis zum Sommer wollen wir das im Bauausschuss vorstellen“, versprach die Kurdirektorin.

Für dieses Jahr versprach Zintel, „die Themen weiter zu vertiefen“. Das sei schließlich Sinn des Vereins. „Wir wollen Bad Tölz und der Umgebung dienen und schauen, dass wir unsere Heimat vorwärts bringen können.“ Dann fügte er mit einem Schmunzeln hinzu: „Da wir alle Unternehmer sind, machen wir das nicht ganz selbstlos.“

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